Nordeifel - Fallender Rurseepegel kein Grund zur Sorge

Fallender Rurseepegel kein Grund zur Sorge

Von: P. St.
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Nichts läuft mehr: Den Überlauf des Obersees in Rurberg kann man aufgrund verschwindend geringer Zuflüsse derzeit in seiner vollen Größe bestaunen. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Viele Steine und ein wenig Unrat bestimmen derzeit das Bild am Ufer des Rursees. Seit Wochen sinkt der Wasserstand langsam aber sicher. Die Zuflüsse aus der Rur sind so gering, dass der Überlauf in Rurberg derzeit seinem Namen nicht gerecht wird.

Auch beim Wasserverband Eifel-Rur in Düren wird jede Pegelveränderung natürlich statistisch erfasst, doch das Bild, das der Rursee derzeit bietet, gibt den Verantwortlichen keinen Grund zur Sorge. „Von einer Trockenphase sind wir noch weit entfernt”, sagt Joachim Lange, beim WVER zuständig für den Unternehmensbereich Hydrometrie und Speicherbewirtschaftung. Feststellen müsse man aber, dass die Spätsommermonate August und September „viel zu trocken” gewesen seien.

Ein Blick in die Aufzeichnungen ermöglicht es, diese beiden Monaten wasserwirtschaftlich genau einzuordnen. Rückblickend auf die letzten 30 Jahren reicht der Frühherbst 1980 und der Herbst im berühmten Hitzejahr 2003 an die jetzige Mini-Niederschlagsmenge heran.

„Deutlich unterdurchschnittlich” seien die Niederschläge in den zurückliegenden 60 Tagen ausgefallen, stellt Lange fest. Nur noch acht Kubikmeter pro Sekunde gebe man derzeit an die Rur in Schwammenauel ab.

Im nassen Frühjahr 2009 habe der starke Zufluss einen deutlich erhöhten Wasserstand produziert. Die Urfttalsperre und die Wehebachtalsperre seien im Augenblick noch überdurchschnittlich gefüllt, und selbst ein „extrem trockener Winter” würde keinerlei Probleme bereiten. Lange: „Die Speicher im Verbandsgebiet sind so bemessen, dass selbst zwei aufeinander folgende längere Trockenperioden aufgefangen werden können.”
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