Fair Play: Hannover 96 kann von Roetgens B-Junioren viel lernen

Von: kk
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Rolf Sauren nahm für seine Mannschaft den Ehrenpreis entgegen.

Roetgen. Zwischen dem Trainer der B-Junioren der SG Roetgen/Rott, Rolf Sauren, und dem Profi von Hannover 96, Leon Andreasen, gibt es einen gravierenden Unterschied: Der Kicker der Niedersachsen trat am Sonntagnachmittag, auch noch unterstützt von seinem Trainer Michael Frontzeck, den Fair-Play-Gedanken mit Füßen (oder besser gesagt: Fäusten), während der Roetgener Jugendtrainer mit seiner B-Juniorenmannschaft wenige Tage zuvor gezeigt hatte, wie Fair Play richtig geht.

Der Profi von Hannover 96 erzielte am Sonntag mit der Hand ein irreguläres Tor, durch das sein Verein beim 1. FC Köln 1:0 gewann. Dabei vergaßen der Profikicker und wohl auch sein Coach ihre Vorbildfunktion für Tausende Jugendspieler in unserem Land und gaben den Regelverstoß nicht zu.

Dass Fair Play anders geht, zeigten die B-Juniorenspieler der SG Roetgen/Rott und deren Trainer Rolf Sauren. Das, was Andreasen und Frontzeck egal war, nämlich durch einen irregulären Treffer zu gewinnen, wollten die Jungs aus Roetgen und Rott nicht – und deshalb erhielt ihr Trainer vom Fußballverband Mittelrhein jetzt den Fair-Play-Ehrenpreis des Monats Oktober. Diesen überreichte FVM-Vizepräsident Hans Christian Olpen an Trainer Rolf Sauren, der maßgeblichen Anteil am Verhalten seiner Jungspunde im Spiel gegen den VfL Vichttal hatte.

Was war passiert? In der ersten Halbzeit des Spiels verletzte sich ein Spieler der Vichttaler und blieb am Boden liegen. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel nicht, sondern forderte die Mannschaften auf, den Ball ins Aus zu spielen. Der Vichttaler Torwart, der den Ball abgefangen hatte, verstand die Geste des Schiedsrichters falsch und legte den Ball ins eigene Tor. Den Regeln entsprechend, musste der Schiedsrichter auf Tor für die SG Roetgen/Rott entscheiden.

Der verletzte Spieler konnte behandelt werden und die Spielgemeinschaft nahm durch ein geschenktes Tor ein 2:2 mit in die Halbzeit. In der machte Rolf Sauren seinen Jungs klar, dass man nicht durch ein irreguläres Tor gewinnen dürfe. Die SG Youngster hatten ihren Coach verstanden und nutzten den Wiederanstoß zu einem Eigentor, durch das die Vichttaler wieder mit 3:2 in Führung gingen. Danach ging es aber ordnungsgemäß weiter, und am Ende hieß es 4:3 für die SG Roetgen/Rott.

Das faire Verhalten der Nordeifeler Jungspunde und deren Trainer aber hatte beim Gegner für großen Respekt gesorgt. Der Vichttaler Jugendgeschäftsführer Daniel Schürmann meldete die faire Geste an den FVM, der Rolf Sauren für seine Überzeugungsarbeit mit dem Ehrenpreis „Fair-Play des Monats“ belohnte.

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