Simmerath - Fahrt im Schulbus endet für zehn Schüler im Krankenhaus

Fahrt im Schulbus endet für zehn Schüler im Krankenhaus

Von: hes/P.St.
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Rettungseinsatz an der Schule: Nachdem sie im Anschluss an die Busfahrt über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt hatten,... Foto: psm
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...mussten zehn Jugendliche der Sekundarschule in Simmerath rettungsdienstlich behandelt werden und wurden später vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Foto: psm
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Ob die Ursache dafür vom Schulbus (Archiv) ausging, ist laut Polizei und Busunternehmen nicht abschließend geklärt. Foto: Stollenwerk

Simmerath. Zehn Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule in Simmerath mussten am Donnerstagmorgen rettungsdienstlich behandelt werden, weil sie auf dem Weg zur Schule und im Anschluss an die Busfahrt über Übelkeit und Kopfschmerzen geklagt hatten. Vorsorglich wurden die 12- bis 16-Jährigen später zur weiteren Beobachtung ins Simmerather Krankenhaus gebracht.

Zur Ursache für die Übelkeit und die Kopfschmerzen der Mädchen und Jungen gab es am Donnerstag noch keine gesicherten Erkenntnisse. Während die Städteregion Aachen in einer ersten Stellungnahme von „Rauchentwicklung im Bus“ berichtete, verwiesen die Polizei und das Busunternehmen auf das Ergebnis der technischen Untersuchung durch den TÜV, das aber erst am Freitag vorliegen soll.

„Einige Kinder verließen den Bus“

Helle Aufregung und großer Rettungsdienst-Einsatz am Donnerstagmorgen in Simmerath: Auf der Fahrt zur Sekundarschule in Simmerath war es gegen 8.30 Uhr in einem Schulbus im Bereich Schmiedstraße „zu einer Rauchentwicklung“, gekommen, wie Städteregionssprecher Detlef Funken mitteilte. „Einige Kinder und Jugendliche verließen den Bus direkt, andere fuhren bis zur Sekundarschule Simmerath weiter“, hieß es in der Pressemitteilung.

Demnach wurden zunächst vor Ort, also in der Schmiedstraße, „sieben Patienten notärztlich behandelt“, so Detlef Funken auf Nachfrage unserer Zeitung. Die alarmierten Rettungskräfte hätten anschließend in der Schule insgesamt 40 Kinder untersucht, von denen einige über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt hätten.

Weiter hieß es: „Acht Kinder wurden zur weiteren Untersuchung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, die anderen 32 Kinder und Jugendlichen konnten nach einem medizinischen Check durch Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter in die Obhut der Eltern entlassen werden. Alle Eltern sind informiert. Dies geschah in Absprache mit der Schulleitung und der Polizei“, teilte die Pressestelle der Städteregion mit und sprach von einem „größeren Einsatz“: Eingesetzt waren danach fünf Rettungswagen, ein Krankenwagen, zwei Notärzte und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst der Städteregion Aachen.

Der betroffene Bus wurde von der Sekundarschule aus zum Betriebshof des Verkehrsunternehmens im Gewerbegebiet Rollesbroich gebracht, wie die Polizei am Nachmittag mitteilte. „Die Kriminalpolizei hat gemeinsam mit einem technischen Sachverständigen die Ermittlungen zur Ursache für die körperliche Reaktion der Kinder und Jugendlichen aufgenommen“, sagte Polizeisprecherin Petra Wienen am Nachmittag und verwies gleichfalls auf das Ergebnis der technischen Überprüfung am Freitag.

„Keine Rauchentwicklung“

„Sehr interessiert“ an der Aufklärung des Sachverhaltes zeigte sich auch das Verkehrsunternehmen Taeter. Wie Beate Becker, die Assistentin der Geschäftsführung, am Donnerstag auf Anfrage der Lokalredaktion erklärte, sei die Prüfung des Zwischenfalls noch nicht abgeschlossen. Frühestens am Freitag könne man mit einem Ergebnis rechnen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Ursache „völlig offen“.

Letztlich sei auch nicht geklärt, ob die Störung überhaupt vom Bus ausgegangen sei. Sicher sei aber aufgrund der bisher vorliegenden Erkenntnisse, dass es „keine Rauchentwicklung im Bus“ und nach ersten Untersuchungen auch keine Anzeichen für eine Brandentwicklung im Motorbereich gegeben habe. Beim Öffnen des Kofferraums sei lediglich der – keineswegs außergewöhnliche – Geruch von Kupplungsstaub wahrgenommen worden.

Dies sei das Ergebnis einer ersten Überprüfung durch die Polizei, erläuterte Beate Becker. Der Bus sei inzwischen zwecks detaillierter Untersuchung beschlagnahmt und auch nicht mehr bewegt worden. Die Taeter-Spreche-rin bestritt, dass es bereits auf der Fahrt zu einem Rettungseinsatz gekommen sei, und erklärte, dass der Bus mit allen 30 bis 35 im Bus befindlichen Kindern „ganz normal“ bis zur Sekundarschule gefahren sei. Erst nach dem Aussteigen hätten mehrere Kinder über Übelkeit geklagt, woraufhin der Rettungsdienst eingeschaltet worden sei.

Nach Auskunft unserer Zeitung konnten alle eingelieferten Schülerinnen und Schüler das Krankenhaus am Donnerstag wieder verlassen.

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