Roetgen - Facebook-Beitrag soll der Grund für die CDU-Austritte sein

Facebook-Beitrag soll der Grund für die CDU-Austritte sein

Von: ag
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Roetgen. Nachdem die drei Roetgener Ratsmitglieder Wolfgang Schruff, Bernd Vogel und Anita Buchsteiner in der vergangenen Woche aus der CDU ausgetreten sind, schlagen die Wellen weiter hoch. Auslöser des Zerwürfnisses war demnach ein Beitrag auf der Facebookseite des Fraktionsvorsitzenden Michael Seidel - er soll ein Posting der Republikaner weiterverbreitet haben.

Aufgrund von neuerlichen Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden Michael Seidel, die man nicht akzeptieren könne, sei es in der vergangenen Woche zum endgültigen Bruch gekommen, hatten die ehemaligen CDU-Mitglieder unserer Zeitung gesagt. Konkreter wollten sie„mit Rücksicht auf mögliche Betroffene“ nicht werden.

Nachdem Seidel die ehemaligen CDU-Mitglieder als „egoistisch und eitel“ bezeichnet hatte, wollen sie mit dem Hauptgrund ihres Austrittes nicht mehr hinter dem Berg halten.

Seidel hatte demnach auf seinem Facebook-Auftritt ein Posting des stellvertretenden Landesvorsitzenden der NRW-Republikaner geteilt. Zusehen war eine Moschee und dazu die Frage, warum dort keine Flüchtlinge untergebracht würden.

Seidel sagt, er habe diesen Beitrag versehentlich geteilt und gleich gelöscht, als man ihn darauf aufmerksam gemacht habe, was er da geteilt habe. Er bedauere, wenn sich jemand persönlich betroffen fühle. Das sei nicht seine politische Überzeugung, inhaltlich und ideologisch teile er keine Ansichten mit den Republikanern. Er habe sich stets für Flüchtlinge eingesetzt und auch einen Aufruf, Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, habe er als Fraktionsvorsitzender mitunterzeichnet.

Er habe sich für sein Handeln auch entschuldigt. Das sei den ehemaligen CDU-Mitgliedern aber zu wenig gewesen. Sie hätten offensichtlich einen Grund für einen Bruch mit der Partei gesucht, sagt Seidel. Nachdem Anita Buchsteiner die Wahl zur Bürgermeisterkandidatin verloren habe, hätten die drei ehemaligen Mitglieder interne Oppositionspolitik betrieben und nach einem Grund gesucht, die Situation eskalieren zu lassen.

Für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion, Michael Seidel, und dem Vorsitzenden des Ortsverbandes, Stephan Speitkamp, sähen sie „keinerlei Grundlage und Möglichkeit mehr“, hatten Vogel, Schruff und Buchsteiner vergangene Woche in einer Pressemitteilung geschrieben.

Das Vertrauensverhältnis sei nachhaltig gestört. „Zudem unterscheiden sich unsere Vorstellungen von kommunalpolitischen Zielen für die Gemeinde Roetgen und nicht zuletzt auch unsere persönlichen Wertvorstellungen zu deutlich von denen der Roetgener Parteispitze, so dass sich eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Roetgener Bürger als nicht mehr möglich erwiesen hat“, hieß es weiter.

Die ehemaligen CDU-Mitglieder wollen ihre Mandate behalten und eine eigene Fraktion gründen. Am Dienstag gibt es um 17 Uhr ein Treffen des Bürgermeisters mit den Fraktionsvorsitzenden, in dem es unter anderem um die Besetzung der Ausschüsse gehen soll.

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