Ex-Vizekanzler am Obersee: Müntefering in Einruhr

Von: P. St.
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Franz Müntefering, einstiger SPD-Bundespolitiker aus der ersten Reihe, am Schiffsanleger in Einruhr. Im benachbarten Hotel Seemöwe referierte er zum Thema demografischer Wandel. Foto: P. Stollenwerk

Einruhr. Zum politischen Alltagsgeschäft ist er auf Distanz gegangen, aber als Referent ist er immer noch gefragt: Franz Müntefering, einst Vizekanzler unter Angela Merkel und Verkehrsminister in der Regierung Gerhard Schröder, kam am Dienstag zu einem Abstecher in die Eifel.

Im Hotel Seemöwe in Einruhr war der 74-jährige SPD-Politiker prominenter Gast bei einer Veranstaltung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Eine Gruppe aus dem Ruhrgebiet hatte sich das Dorf am Obersee als idyllischen Platz für ein politisches Bildungsseminar ausgesucht.

Aktuelle politische Fragen standen in der Nordeifel zur Diskussion, der Schwerpunkt des Referates von Franz Müntefering, der bis 2013 noch Mitglied des deutschen Bundestages war, lag beim Thema demografischer Wandel, dessen Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft und auf künftige politische Entscheidungen. Der Referent wies auf die Notwendigkeit hin, dass es eine gemeinsame Aufgabe der Kommunen, der Länder und des Bundes sei, sich den damit verbundenen neuen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu stellen. Dabei gehe es auch um die Einschätzung, wie viel ehrenamtliches Engagement geleistet werden könne und wie viel hauptamtliche Kräfte man brauche. Wichtig sei, dass bei einem so komplexen Thema wie dem demografischen Wandel die Diskussion abseits der parteipolitischen Bühne geführt werde. Franz Müntefering: „Man muss einen Sozialstaat haben, aber auch eine soziale Gesellschaft.“

Im Tagungshotel in Einruhr, direkt an der Rurtalsperre, fühlte sich der ehemalige SPD-Bundesvorsitzende gleich wohl, sah er doch zwischen der Eifel und seiner Heimat, dem Sauerland, nicht nur wegen der Mittelgebirgs-Struktur viele Parallelen. „Hier sind die Menschen ausgeglichen.“

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