Ex-Alemanne Tim Krumpen ist vom Enthusiasmus seiner Spieler begeistert

Von: Kurt Kaiser
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Vossenack
Der neue Trainer Tim Krumpen (hintere Reihe zweiter von rechts), Betreuer Ottmar Läufer (vordere Reihe zweiter von rechts) und Betreuer Herbert Hellwig (vorne links) wollen in der kommenden Saison frühzeitig den Klassenerhalt in der Dürener Kreisliga A klar machen. Foto: Kurt Kaiser

Vossenack/Hürtgen. Nach dem souveränen Aufstieg in die A-Liga des Fußballkreises Düren war bei der SG Vossenack-Hürtgen in der vergangenen Saison bis zur letzten Minute Zittern angesagt, denn erst im letzten Spiel holte die Spielgemeinschaft sich durch das 0:0 im Derby beim TuS Schmidt den noch fehlenden Punkt zum Klassenerhalt.

Dass es noch eine Zittersaison werden sollte, damit hatte man bei den Rureifelern nicht gerechnet, als sie sich mit 24 Punkten und dem achten Tabellenplatz in die Winterpause verabschiedeten. In der Rückrunde lief es dann nicht mehr so rosig für den Aufsteiger, der nur noch 13 Punkte einheimste und am Ende froh war, dass die so gerade noch zum Ligaerhalt reichten. Ohne Getöse und im gegenseitigen Einvernehmen trennte man sich bei der SG in der Sommerpause nach zehn erfolgreichen Jahren von Trainer Nils Degenhardt. Um einen Nachfolger zu finden, brauchten die Verantwortlichen der SG keine weiten Wege zu machen, denn mit Tim Krumpen kommt ein adäquater Nachfolger aus Vossenack.

Der neue Trainer der Rureifeler saß zuletzt beim TuS Schmidt als Co-Trainer und Torwarttrainer auf der Bank. Auch wenn Tim Krumpen als Trainer nur wenig Erfahrung mitbringt, hat der 28-Jährige als Spieler genug gesehen und gelernt. Bei Germania Vossenack und dem FC Düren Niederau machte Tim Krumpen die ersten Versuche als Kicker. Mit dreizehn Jahren wechselte er an den Aachener Tivoli und wurde bei der Alemannia als Torwart ausgebildet. In der Saison 2007/08 kam er erstmalig als Torwart für die Zweite der Kaiserstädter in der Oberliga Nordrhein zum Einsatz. Im Mai 2011 gab der Keeper beim Spiel bei Fortuna Düsseldorf seinen Einstand bei den Profis in der 2. Bundesliga. Für die 1. Mannschaft der Alemannia absolvierte er insgesamt vier Spiele in der 2. Liga, dreizehn in der 3. Liga sowie ein Spiel im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach. Da er für sich keine Perspektive im Fußball sah, beendete Tim Krumpen im Sommer 2013 seine Profikarriere und entschied sich für ein duales Studium der Betriebswirtschaft. Er machte in diesem Jahr den Bachelor und ist in einem großen Aachener Unternehmen als Controller tätig.

Nach vier Spielzeiten als Co- und Torwarttrainer beim TuS Schmidt ist Tim Krumpen nun wieder bei seinem Heimatverein angekommen. „Sicherlich freue ich mich, dass ich wieder in Vossenack bin. Hier wohnt meine Familie. Mein Bruder und einige Vettern von mir spielen in der ersten Mannschaft, hier bin ich zu Hause“.

Am 14. Juli startete die Spielgemeinschaft mit dem neuen Coach in die Vorbereitung auf die Saison 2017/18. „Es ist unglaublich, wie die Jungs mitziehen und Gas geben und versuchen, das umzusetzen, was wir besprechen“, ist Tim Krumpen nach den ersten Trainingseinheiten vom Engagement der Mannschaft begeistert. Um eines der Trainerziele umzusetzen, „attraktiven Fußball mit viel Ballbesitz und frühem Pressing zu spielen“, arbeiten die Rureifeler in den ersten Trainingseinheiten viel im Ausdauerbereich.

Primäres Ziel des jungen Trainers ist es, „in der starken Liga so schnell wie möglich den Klassenerhalt klarzumachen“.

Testspiele liefen gut

In den ersten Testspielen lief es erfreulich gut für die SG, wobei der Coach die Ergebnisse nicht überbewerten will. Gegen Rhenania Mariaweiler landete die SG einen 5:0-Erfolg. Die Zweite des SV Merken kassierte eine 0:8-Packung. Einen weiteren Test absolviert die Mannschaft am 10. August bei der Zweitvertretung des Landesligisten Alemannia Straß. Auch wenn nach diesem Test noch einige Justierungen im taktischen Bereich erforderlich sein sollten, fiebert Tim Krumpen dem Meisterschaftsauftakt beim TuS Schmidt entgegen, auch wenn ihm der frühe Zeitpunkt weniger passt. „Sicherlich ist die Vorfreude auf dieses Spiel sehr groß. Dennoch wäre es mit lieber gewesen, wenn das Derby ein paar Spieltage später gewesen wäre. Zu dem frühen Zeitpunkt haben wir sicherlich noch nicht unser absolutes Leistungsmaximum erreicht“.

Aus personeller Sicht änderte sich der Kader der SG wie folgt: Unter der Rubrik Abgänge stehen mit Alexander Utecht und Mike Robertz nur zwei Namen. Erstgenannter wechselte zum neuen B-Ligisten Germania Burgwart. Letztgenannten zog es zum SG Türkischen SV Düren. Fünf Spieler stehen auf der Liste der Neuzugänge. Neben Angreifer Steffen Prinz wagen Mittelfeldspieler Florian Vohsen und Innenverteidiger Max Prinz (beide mit einer Seniorenerklärung) aus der eigenen Jugend den Sprung in den Kader der Ersten. Pascal Nießen (vorher Hertha Strauch) und Sven Bednorz (Germania Burgwart) wechselten zur SG und können im Mittelfeld eingesetzt werden.

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