Nordeifel - Euregio-Classic-Cup 2017: Sieger steht quasi schon fest

Euregio-Classic-Cup 2017: Sieger steht quasi schon fest

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Erfolgreiches Duo im Datsun Fairlady: Tochter Eva-Maria Stein am Steuer und Vater Bernhard Stein als Beifahrer bei der Eschweiler Classic-Tour. Foto: Rolf-Dieter Koch

Nordeifel. Im Euregio-Classic-Cup sind mehrere Motorsportvereine aus der Euregio zusammengeschlossen, die touristische Ausfahrten sowie tourensportliche und sportliche Orientierungsfahrten und Rallyes organisieren. Zugelassen sind Oldtimer und Fahrzeuge mit einem Mindestalter von 30 Jahren.

Im Jahr 2017 konnten die am Cup teilnehmenden Personen bei insgesamt 31 Veranstaltungen Punkte sammeln, die in die Wertungstabelle einfließen. Die sechs persönlich besten Ergebnisse werden dabei zur Meisterschaft gewertet, die Person oder das Team mit den meisten Punkten wird Cupsieger.

Nach den 30 ersten Läufen führt der für den Motor-Sport-Club Höfen startende Bernhard Stein aus Kalterherberg die Wertungstabelle mit 67,18 Punkten an. Auf dem zweiten Platz liegt Klaus Schewior vom MSC Dülken mit 66,89 Punkten und auf dem dritten Platz Artur Beissel von der Thunder-Mountain-Classics (Donnerberg-Classics) mit 65,08 Punkten.

Am 28. und 29. Oktober findet nun die historische Rallye Limburgia-Trophaeum als letzter und 31. Lauf zum Euregio-Classic-Cup 2017 statt. Start ist in Kerkrade, die Fahrt geht dann über rund 700 Kilometer durch die deutsche Eifel nach Luxemburg und am zweiten Tag über Belgien zurück in die Niederlande zum Ziel in Maastricht.

Besitzer und Beifahrer

Die neben Bernhard Stein aus dem Kreis des Euregio-Classic-Cups an der Limburgia teilnehmenden Personen sind punktemäßig kaum mehr in der Lage, ihm die Meisterschaft streitig zu machen, so dass die Vorentscheidung schon gefallen ist. Stein ist zwar selbst Oldtimerbesitzer, nimmt aber am Cup als Beifahrer teil.

Die besten zum 2017er Cup zählenden Ergebnisse erzielte er bei folgenden Fahrten: Eschweiler Herbstfahrt mit Rolf Döhring aus Woffelsbach im Datsun Fairlady Roadster 2000 aus dem Jahr 1969; Oldtimer-Classics Düren mit seiner Tochter Eva-Maria Stein, ebenfalls im Datsun; Oldtimer-Rallye der Ecurie Aix-la-Chapelle Aachen mit seiner Tochter im Datsun; Coppa d‘Europa mit Marc Kistemann aus Eynatten im Alfa Romeo GTV 6 aus dem Jahr 1983; The Race des AKV Aachen mit Marc Kistemann, auch im Alfa Romeo; RWTH-Aachen-Motor-Day mit Wolfgang Sachs aus Aachen im Jaguar Mark II aus dem Jahr 1961.

Insgesamt hat Stein im Jahr 2017 bei 21 Fahrten genannt, 13 zählen davon zum Cup. Hierbei ist er mit sieben verschiedenen Fahrern unterwegs gewesen und hat in zehn unterschiedlichen Fahrzeugen gesessen. Am liebsten fährt er mit seiner Tochter als Fahrerin im eigenen Oldtimer.

Japanischer Klassiker

Hierbei handelt es sich um ein ziemlich seltenes zweisitziges japanisches Cabrio aus dem Jahr 1969. Das Modell ist von 1961 bis 1970 gebaut worden, zuerst als 1500er, ab 1966 als 1600er und ab 1967 zusätzlich mit einem Zwei-Liter-Motor. Weil Datsun (heute Nissan) erst ab 1973 auf dem deutschen Automobilmarkt tätig war, ist der Fairlady-Roadster in Deutschland als Neuwagen nie verkauft worden, sein Nachfolgemodell war der bekannte Sportwagen Datsun 240 Z.

Das Fahrzeug wurde 1993 in Belgien erworben und ist nach Abschluss der Restaurierung seit 1997 im Einsatz. Wer hiermit aber fahren möchte, darf nicht ängstlich sein. Es gibt kein ABS, keinen Airbag oder Bremskraftverstärker, keine Servolenkung und auch keine Sicherheitsgurte, dafür Blattfedern hinten – so wie es eben vor 50 Jahren gewesen ist. Vorausschauendes, defensives Fahren ist daher angebracht. Serienmäßig war das 2000er-Modell aber schon mit Fünf-Gang-Getriebe und 125 PS ausgestattet.

Da sollte man gefühlvoll Gas geben können, weil der Motor vorne liegt und das nur 970 Kilogramm schwere Fahrzeug über die Hinterachse angetrieben wird. Der Wagen wurde von Nissan im Jahr 2004 mangels eines eigenen Fahrzeuges ausgeliehen und bei der Oldtimerrallye Silvretta Classic in Österreich eingesetzt. Als Fahrerin war hierbei die bekannte Rallyefahrerin Tina Thörner aus Schweden im Einsatz, die 1999 bei der Rallye Paris-Dakar als Beifahrerin von Jutta Kleinschmidt den dritten Platz erzielte.

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