Es fehlte nur die „Schubkarre der ersten Stunde”

Von: ho
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Großer Andrang herrschte am S
Großer Andrang herrschte am Sonntag auf dem THW-Gelände, wo der Ortsverband zum Tag der offenen Tür anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums geladen hatte. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Eigentlich fehlten nur die Gerätekiste und die Schubkarre aus dem Gründungsjahr 1961 bei der Jubiläumsveranstaltung des Technischen Hilfswerks. Der Ortsverband Simmerath mit Standort in Lammersdorf hatte zum 50-jährigen Jubiläum auf sein Gelände an der Hoscheidter Straße geladen.

Der Verband hatte dabei alles an Fahrzeugen aufgebaut, was er zu bieten hatte. Da war selbst manch Einheimischer erstaunt, was das THW da alles an hochmodernen Fahrzeugen und Gerätschaften sein eigen nennt.

Anscheinend ganz Lammersdorf und daneben viele Gäste aus anderen Simmerather Dörfern waren an diesem Tag der offenen Tür der Einladung des THW gefolgt, das Dank guter Organisation und umfangreicher Vorbereitung das Jubiläum professionell im Griff hatte. Angelika Völl, die Ortsbeauftragte des THW, zeigte sich aufgrund der großen Resonanz der Veranstaltung sehr zufrieden.

Zu bestaunen war zudem nicht nur der umfangreiche Fuhrpark, sondern auch die seit 1984 bestehenden gepflegten Räumlichkeiten nebst ihren technischen Gerätschaften und Einrichtungen. In der THW-Unterkunft stand für die Besucher nicht nur eine reichlich bestückte Cafeteria zur Verfügung, sondern hier konnte der Interessierte sich auch per Video und Bildmaterial über die Geschichte des THW informieren.

Technischer Zug

Der THW-Ortsverband besteht heute aus einem Technischen Zug mit drei Fachgruppen, die in jeweils zwei Trupps aufgeteilt sind. Für die rund 40 aktiven Helfer stehen mehr als zehn Fahrzeuge und Anhänger, die mit hochmodernem Equipment ausgestattet sind, für den Einsatzfall zur Verfügung (Verkehrsunfallrettung, Ölschadensbekämpfung, Wasserschäden, Ölsperren). Wer sich an diesem Tag nicht auf eigene Faust informieren wollte, dem wurden unter sachkundiger Leitung Führungen angeboten, so dass Gelegenheit bestand, sich aus erster Hand über Fahrzeuge, Geräte und deren Technik zu informieren. Für die Kinder war ebenfalls für Unterhaltung gesorgt, da für sie u.a. eine Hüpfburg aufgebaut war.

Allgemeiner Renner bei den Besichtigungen war jedoch der Lkw vom THW Düren, dessen Arbeitsbühne sich in Schwindel erregende 32 Meter Höhe schraubte. Gleichfalls für großes Interesse sorgten die Pumpen, die Wasser aus großen Behältern hin und her pumpten. Daneben gab es natürlich zu Bestaunen, welche Mengen von Gerätschaften und Material in den THW-Fahrzeugen untergebracht waren. Da überall fachkundige THW-Helfer zur Stelle waren, blieb keine Frage unbeantwortet. Bewundert wurde auch die vom THW Aachen zur Verfügung gestellte „Gulasch-Kanone” (fahrbarer Küchenwagen), deren ausströmende Essensgerüche den Appetit deutlich anregten.

Begonnen hatte die Jubiläumsfeier am Sonntagmorgen in der gut gefüllten Fahrzeughalle des THW mit einem ansprechenden Wortgottesdienst, der von Pastoralreferent

F. J. Schümmer aus Lammersdorf und Angelika Völl geleitet wurde. Schon zu diesem Zeitpunkt fiel die Zahl der Ehrengäste ins Auge, die mit ihrer Anwesenheit auch die Wichtigkeit und Bedeutung des THW dokumentierten. Vom Ortsvorsteher Robert Johnen bis hin zum Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt war alles vertreten, was Rang und Namen hat.

Verbundenheit zum THW

THW-Präsident Albrecht Broemme ließ in seinem Grußwort die THW-Geschichte Revue passieren und konnte auch mit Ortskenntnissen den THW in Lammersdorf aufwarten. Vom THW-Landesverband hatte gleichfalls Dr. Hans Ingo Schliwinski den Weg in die Eifel gefunden. Quasi aus Düsseldorf angereist war MdL Axel Wirtz und als Vertreter der Städteregion war Hans-Josef Hilsenbeck als Ehrengast anwesend. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hatte bei seinem lockeren Grußwort nicht nur ein Präsent, sondern auch die besten Glückwünsche und den Dank der Gemeinde Simmerath für die Präsenz des THW vor Ort dabei.

Die Stadt Monschau und die Gemeinde Roetgen hatten gleichfalls Vertreter entsandt, um ihre Verbundenheit zum THW zu dokumentieren. Selbstverständlich waren auch Vertreter der Feuerwehr vor Ort. Kreisbrandmeister Bernd Hollands hob in seinem Grußwort die gute und harmonische Zusammenarbeit zwischen THW und Feuerwehr hervor, die so in vielen Orten nicht üblich sei. Im Anschluss bedankte sich Angelika Völl nochmals besonders bei Gründungsmitglied Friedhelm Moshacke, sowie bei Wolfgang Völl für ihre jahrelange verdienstvolle Arbeit.
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