Es bleibt bei nur sechs Eingangsklassen

Von: Heiner Schepp
Letzte Aktualisierung:

Simmerath. Es bleibt dabei: An allen vier Grundschulen in der Gemeinde Simmerath wird es zum kommenden Schuljahr mindestens eine erste Klasse geben. Allerdings bleibt es auch bei nur sechs Eingangsklassen in der Gemeinde insgesamt, nachdem man bis vor einigen Wochen noch von sieben ersten Schuljahren an den vier Schulen ausgegangen war.

142 Kinder laut Melderegister

In seiner Sitzung Ende November hatte der Generationen-, Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde Simmerath ausführlich die Grundschulplanung 2015/16 thematisiert. Dabei wurden die Fraktionen von den tatsächlichen Anmeldezahlen der vier Grundschulen überrascht, denn statt der – laut Melderegister – prognostizierten 142 Kinder, die die Bildung von sieben Eingangsklassen ermöglicht hätten, wurden nur 136 Mädchen und Jungen während der Frist zur Anmeldung vorgestellt. Erfreut stellte der Ausschuss damals fest, dass für die am meisten gefährdete Grundschule Kesternich alle 19 Kinder im Einzugsbereich tatsächlich auch von ihren Eltern für die Schwalbenschule angemeldet worden waren, musste aber auch registrieren, dass für die drei anderen Schulen jeweils zwei Meldungen weniger erfolgten.

Keine Sondersitzung erforderlich

In der Hoffnung, es könnten sich noch drei Kinder durch Zuzug oder sonstige Umstände „finden“ und damit die Zahl von 139 Kindern (Mindestzahl zur Bildung von sieben Eingangsklassen) doch erreicht werden, vertagte der Schulausschuss die Entscheidung auf Januar und hätte dafür gegebenenfalls eine Sondersitzung abgehalten. Die drei Grundschulleiterinnen jedoch zeigten sich schon in der Novembersitzung skeptisch: „Die Erfahrung zeigt, dass die tatsächlichen Zahlen eher noch niedriger liegen, beispielsweise infolge der schulärztlichen Untersuchung“, hatte Bettina Fricke von der KGS Simmerath orakelt – und sollte Recht behalten: „Zum Stichtag am 9. Januar lagen exakt 129 Anmeldungen vor, also nochmals sieben weniger als im November“, teilte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns diese Woche auf Anfrage unserer Zeitung mit. Der nochmalige Rückgang sei aber insofern nicht dramatisch, als er letztlich für klare Verhältnisse sorge. „Mit 129 Meldungen können wir sechs Eingangsklassen mit einer guten Klassenstärke von – rein rechnerisch – 21,5 Kindern bilden“, so der Bürgermeister.

Bemerkenswert, aber letztlich von Vorteil ist auch, dass von den sieben „verlorenen“ Kindern gegenüber der Meldung im November fünf in Steckenborn wegfielen. Karl-Heinz Hermanns: „Bei 31 Kindern und Bildung von nur einer Klasse an der Grundschule Steckenborn, hätten zwei Kinder von dort eine andere Grundschule besuchen müssen. So aber können alle 129 Kinder die Grundschule besuchen, für die ihre Eltern sie auch angemeldet haben“, so der Bürgermeister, der unterstreicht: „Wichtig ist: Die Eltern haben Gewissheit, was nächstes Schuljahr Sache ist. Die jetzt getroffenen Aussagen sind verbindlich.“

Demnach werden nach den Sommerferien folgende Eingangsklassen gebildet: an der GGS Kesternich eine Klasse mit 19 Kindern, an der GGS Lammersdorf zwei kleine Eingangsklassen mit insgesamt 34 oder 35 Kindern, an der GGS Steckenborn eine Eingangsklasse mit 26 Kindern sowie an der KGS Simmerath zwei Eingangsklassen mit insgesamt 50 oder 51 Kindern.

Dabei werden die Schulen in Steckenborn und Kesternich als eigenständige Schulen (also nicht als Verbundschule) fortgeführt – mit einer gemeinsamen Schulleiterin, nämlich Heike Bittner.

Was im darauffolgenden Schuljahr 2016/17 und in den Folgejahren mit der Simmerather Grundschullandschaft geschieht, damit werde sich der Simmerather Schulausschuss in seinen nächsten Sitzungen befassen müssen, kündigte Bürgermeister Hermanns an. Stand heute wird Kesternich 2016 bei zehn prognostizierten Kindern nur im Verbund mit einer anderen Schule ein erstes Schuljahr bilden können. Und in Steckenborn folgt nach 29 potenziellen Erstklässlern im nächsten Jahr dann 2017 der Einbruch mit – laut heutiger Statistik – nur noch 15 Kindern. Auf den Simmerather Schulausschuss wartet also noch viel Arbeit.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert