Erzengel aus der Eicherscheider Tenne verjagt

Von: M. S.
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Die Showtanzgruppe „Diamonds” ging zur Erbauung ihrer Zuschauer beim karnevalistischen Abend in Eicherscheid auf Musical- Flugreise. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. „Im Himmel ist die Hölle los!” Unter dieses Motto hatte der Förderverein in Eicherscheids Freiwilliger Feuerwehr am Samstag den von seinen Mitgliedern ausgerichteten karnevalistischen Abend gestellt.

Gastgeber wie Besucher hielten sich an die Losung; unter den mehr als 300 in der Festhalle Tenne erschienenen Fastelovendsjecken dominierten klar als Engel oder Teufel Kostümierte.

Im entsprechend verkleideten Moderatorenduo sorgte Walter Nießen mit teuflischer Bosheit für klare Verhältnisse; das Böse siegte über das Gute. Der rote Nießen, im Stile eines Maskottchens vom berüchtigten Betzenberg, vertrieb den weißen Unschuldsengel Matthias („Mättes”) Förster mit Dreizackpieksern von der Bühne und machte damit deutlich, wer auf den Brettern nun für gut drei Stunden Programm die Ansage haben würde. Da half es dem aus dem Feierparadies Tenne vergraulten „Erzengel Matthias” auch nichts, dass ihm Feuerwehrkamerad Walter alias Luzifer eine dem Saalpublikum befohlene Rakete hinterher sandte.

Conferencier Nießen erklärte, er und seine Golddorf- Wehrgemeinschaft hätten sich auf diesen Abend gefreut und seien bemüht, ihren Gästen ein rundum gutes Programm an Freude und Frohsinn zu bieten. Seit einem Jahr, erinnerte der Sprecher, liefen für die 44 aktiven Brand- und Umweltschützer wie Angehörigen der Ehrenabteilung bereits die Vorbereitungen auf das höllische Treiben als ein Höhepunkt der Tollen Tage. .

Der Showtanzgruppe „Diamonds” war die Eröffnung des reichen Darbietungsreigens vorbehalten.

Dieses siebenköpfige Damenensemble ist, wie so manche erfolgreiche Balletformation, ein Eicherscheider Eigengewächs, wurde vor 13 Jahren gegründet und wird derzeit von der Simmeratherin Nicole Kaczmarek choreographisch betreut.

Die „Diamanten” inszenierten ein regelrechtes Musical rund um das Thema Fliegen, tanzten zur Freude der Zuschauer und -hörer zu bekannten Melodien.

Ein Heimspiel

Die Stolberger Stimmungsband „Schlappies” heizte ihrem Auditorium mit flotten Klängen feurig ein, schließlich wussten die Kupferstädter Musiker, wo sie gastierten.

Die Showtanzgruppe „Ladykracher” überzeugte einmal mehr mit ihrem sessionalen Repertoire, und „De bonte Pitter” präsentierte sich in der Bütt als Original mit kölschem Kolorit, ist funk- und TV- bewährt und auch in der Nordeifel gern gesehener Gast. Schließlich hatte Edgar Andres in Eicherscheid fast ein Heimspiel, ist er doch in Sankt Vith zu Hause. Dann gaben Feuerwehrleute dem Publikum ein gern gelöstes Bilderrätsel auf, ehe Christian Haas als „Ne janz normale Jeck” in die Bütt kletterte und köstlichen „Sömmerther Verzäll” zum Besten gab.

Auch die Eicherscheider Showtanzgruppe „Baccaras” erwies sich mit perfekter Einstudierung einmal mehr als Auftrittsbank, und das Höfener „Spar- Ensemble” garantiert stets artistische und oft tumultartige Komik.

„St. Florian und sein Jungfrauenchor”, humoristische Kräfte aus eigenen Löschgruppenreihen, strapazierten die Lachmuskeln ihrer Bewunderer mit Parodie und Gesang gewaltig.

Nach dem großen Bühnenbild zum Finale war das höllische Tennenspektakel noch lange nicht vorbei; zu Melano- Klängen wurde bis weit nach Mitternacht getanzt und geschwoft.
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