Eicherscheid - Erstklässler des Jahres 1939 treffen sich heute noch

Erstklässler des Jahres 1939 treffen sich heute noch

Von: M. S.
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Gastgeber Norbert Linzenich (hintere Reihe, links) lud ein, und (fast) alle Ehemaligen Schüler/innen des Eicherscheider Einschulungsjahrganges 1932/33 erschienen Mittwoch zum Klassentreffen. Foto: Schmitz

Eicherscheid. „Wir mussten es erleben und bekamen laut Vermerk unserer Schulbehörden schriftlich beurkundet, ein volles Jahr weniger Unterricht genossen zu haben als Angehörige gleicher Altersstufen anderswo. Unsere Leistungen waren von der verkürzten Lehrperiode aber nicht negativ betroffen.

Wir meisterten unser berufliches Leben mit in der damaligen Eicherscheider Volksschule erworbenem Wissen, nicht zuletzt aufgrund der pädagogisch ausgezeichneten Betreuung durch unsere unvergessene Lehrerin Anna Lauer, bei der wir viel lernten.“

In der Tat: Der Eicherscheider Geburtsjahrgang 1932/33 muss, wie noch heute unübersehbar, wie ein guter Weinjahrgang gewesen sein. Da tut es der Qualität der vorzeitig Verabschiedeten auch keinen Abbruch, dass die Lehr– und Lernstätte ihres Heimatortes ihnen 1947, laut Text des Rektors, „der Kriegsverhältnisse wegen“ lediglich ein Entlassungszeugnis und kein formelles Abschlusszeugnis ausstellte.

Sei´s drum! Die Absolventen halten seit Jahr und Tag fest zusammen, das jährliche Klassentreffen liefert den Beweis. Diesmal hatte Ex–Mitschüler Norbert Linzenich die am 1. April des Kriegsjahres 1939 eingeschulte, achtköpfige Gruppe zu sich nach Hause eingeladen.

Seine Ehefrau Anna, Irene Nießen, Anna und Alois Kell, Anneliese Wollgarten, Maria Winkhold waren wieder gern zu dem beliebten Treffen erschienen. Ebenso Eva Maria Scholl, die als einzige „Auswärtige“ heute in Breinig lebt. Lediglich Elisabeth Löhrer war diesmal verhindert, mit ihren „Ehemaligen“ gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und aktuelle Neuigkeiten auszutauschen.

Verschworener Kreis

„Früher“, sagt Gastgeber Linzenich, „trafen wir uns in der Regel abends, nun, in vorgerücktem Lebensalter, bevorzugen wir Tagestermine.“ Und die führen den verschworenen Kreis des Öfteren zu Ausflügen und Exkursionen, etwa zur Besichtigung des Jülicher Brückenkopf-Parks.

Eine wichtige Rolle im Programm der Zusammenkünfte nimmt vor allem ein gemeinsames Frühstück in gemütlicher Runde ein, so auch im Hause Linzenich. Im Übrigen standen vergangenen Mittwoch gute Gespräche bei nicht minder erquicklichen Gaumenfreuden im Vordergrund der Begegnung.

Und die harmonische Gemeinschaft – in ihr werden Alois Kell und Norbert Linzenich von ihren Klassenkameradinnen noch heute bemuttert wie zu Pennäler-Tagen – strahlte denn auch vor Optimismus und Tatendrang: „In zehn Jahren kannst du uns wieder besuchen“, forderten sie den Chronisten auf.

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