Ersthelfer-Training: Ein Notfall ist Minutensache

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Alle 15 Teilnehmer des Notfallhelfer-Ausbildungslehrgangs in der THW-Unterkunft in Lammersdorf haben die Prüfung zum „First Responder” erfolgreich abschließen können.

Lammersdorf. Deutschlandweit wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes so wenige Verkehrstote registriert wie noch nie seit Einführung der Statistik im Jahr 1953. Die Zahl der Verletzten stieg 2007 allerdings bereits um 2,2 Prozent, in NRW sogar um vier Prozent.

Damit diese Unfallopfer schnellstmöglich und qualifiziert versorgt werden können, fand in der THW-Unterkunft in Lammersdorf erstmalig ein Notfallhelfer-Ausbildungslehrgang statt.

Aus dem Bedürfnis der Helferschaft des THW und der Feuerwehr schneller und besser Erste-Hilfe leisten zu können, entstand die Idee zur Durchführung dieses Lehrganges, und so brachte Ralf Bischoni das Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Malteser-Schule Aachen auf den Weg.

First Responder, Erst-Eintreffende, sind diejenigen, die die Zeit vom Notfallereignis bis zum Eintreffen des qualifizierten Rettungsdienstes, das so genannte „therapiefreie Intervall”, überbrücken. Sie stellen ein zusätzliches Glied in der Rettungskette dar. Diese gut ausgebildeten, freiwilligen Helfer des Ortsvereins werden allerdings nur in das Rettungsnetzwerk mit eingebunden, sie sollen und können keinesfalls den Rettungsdienst ersetzen.

Im Detail heißt das, dass speziell ausgebildete, ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr und des THW bei Verkehrsunfällen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder des Notarztes bereits entsprechende lebenserhaltende Basismaßnahmen wie z. B. Herz-Lungen-Wiederbelebung, Sauerstoffgabe, fachgerechte Lagerung, Frühdefibrillation, Wundversorgung und ähnliches durchführen.

Denn je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto günstiger ist der Heilungsablauf und um so kürzer ist im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit. Man geht davon aus, dass mit jeder Minute, in der ein Kammerflimmern bzw. Kreislaufstillstand (Herz-Kreislauf-Versagen) nicht mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt wird, die Chancen für eine erfolgreiche Genesung um 10 Prozent sinken. Nach bereits sechs bis acht Minuten fehlender Sauerstoffversorgung treten sogar schwere irreversible Schäden am Hirn auf.
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