Nordeifel - Erster Roman von Frank Spank: Geheimnis in der Nordeifel

Erster Roman von Frank Spank: Geheimnis in der Nordeifel

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:

Nordeifel. Spannend, mysteriös und vielschichtig ist eine gefährliche Reise in die Nordeifel, zu der Frank Sprank seine Leser mitnimmt. „Der Brief des Toten“ lautet der Titel des Erstlings-Romans des in Aachen lebenden Autors. Das Geschehen spielt im Dreieck Aachen-Düren-Vogelsang.

Was auf den ersten Blick nach typischem Eifel-Krimi klingt, ist jedoch weitaus mehr: Die abenteuerliche Spurensuche, die sich um einem rätselhaften Brief aus dem Zweiten Weltkrieg dreht, erweist sich als atemberaubender Thriller, der den Leser vom ersten Kapitel an fesselt. Mit einer kleinen Liebesgeschichte am Rande wird auch noch die emotionale Komponente bedient.

Quer durch die Nordeifel treibt es den russischen KGB-Offizier Andrey Sorokin, nachdem er in den Besitz eines Briefes gekommen ist. Es ist der Abschiedsbrief seines verstorbenen Bruders, der während des Krieges im Strafgefangenenlager Arnoldsweiler bei Düren inhaftiert war.

Dieser Brief, der nur noch als Fragment vorhanden ist, ist für Sorokin der Schlüssel zu einem großen Geheimnis, auf dem die dunklen Schatten der NS-Zeit liegen. Bei seinen Recherchen in der Nordeifel wird der Besucher aus Moskau plötzlich zum Mittelpunkt einer mörderischen Jagd mit finsteren Gestalten und einem krachenden Finale.

Detailliert und spannend

Gut recherchiert hat Frank Sprank für seinen Roman, um Orte und Handlung in Übereinstimmung zu bringen, so dass der Ortskundige noch intensiver in das Geschehen hineingezogen wird. Detailliert und spannend beschreibt Sprank das Abenteuer in der Nordeifel, wobei der Autor manchmal vielleicht etwas zu viel Gefallen daran zeigt, Kriegshandlungen in ausgedehnten Beschreibungen darzulegen. Umso besser gelingen ihm die häufigen Zeitsprünge, die den Spannungsbogen noch steigern. Geschickt verknüpft der Autor eine fiktive Geschichte mit wahren Geschehnissen während des Zweiten Weltkrieges in der Nordeifel.

Der 1968 in Aachen geborene Auto spricht von einer Herkulesaufgabe, die der Roman von ihm einforderte, zumal sich rasch Ernüchterung einstellte, nachdem er das Manuskript des umfangreichen Werkes voller Euphorie an namhafte Verlage gesendet hatte, die aber allesamt dankend ablehnten. Also ergriff der Autor die Möglichkeit des Self-Publishing.

Publikation im Selbstverlag

Die Publikation im Selbstverlag bedeutete aber auch, dass man als Autor neben dem Schreiben auch für Covergestaltung, Pressearbeit, Marketing und natürlich für Veröffentlichung und Erhältlichkeit des Buches verantwortlich ist. Diese Fülle von Aufgaben führte wohl auch dazu, dass das Lektorat ein wenig vernachlässigt wurde und sich eine erhöhte Fehlerquote einschlich.

Inzwischen verfügt der Autor aber über einen neuen Vertriebspartner, der ihm die Möglichkeit gab, eine Kleinauflage des Buches zu drucken. Es kann ab sofort auch in jeder Buchhandlung bestellt werden.

Frank Sprank, Der Brief des Toten, Taschenbuch, 356 Seiten, 10,99 Euro, Selbstverlag, ISBN: 978-3745002768.

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