Erste Heimniederlage der Handballerinnen

Von: Kurt Kaiser
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Trotz lautstarker Unterstützung von der Bank gab es gegen den SC Pulheim keine Punkte für die Roetgener Frauenmannschaft, die (v. l.) von der verletzten Krissi Plum, Laura Cosler, Torfrau Isabell Leblanc und Isabell Carl angefeuert wurde. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Den letzten überzeugenden Auftritt lieferten die Handballdamen des TV Roetgen im November des vergangenen Jahres beim 24:13-Erfolg gegen den HSV Frechen ab. Nach dem Sieg gegen Frechen legte die Mannschaft leider den Schalter in die falsche Richtung um.

Ein knapper 34:32-Sieg gegen den Tabellenletzten HSG Siebengebirge und eine magere Punkteteilung beim Tabellenvorletzten Westwacht Weiden (24:24) waren die einzigen Erfolgserlebnisse. Denen gegenüber standen zwei deutliche Auswärtsniederlagen, bei Fortuna Köln (21:28) und beim Dünnwalder TV (25:35), ehe die Damen am vergangenen Samstag gegen den direkten Mitkonkurrenten um den fünften Aufstiegsplatz, SC Pulheim, die erste Heimniederlage verkraften mussten und sich damit zwei Zähler vom begehrten fünften Tabellenplatz entfernten.

Nach einer enttäuschenden Darbietung der Gastgeberinnen entführte das Team des SC Pulheim durch einen 18:16-Sieg die Zähler aus der Nordeifel.

Oft Latte oder Pfosten getroffen

„Wir hatten Torchancen, um zehn Spiele zu gewinnen“, haderte Trainer Bernd Marquardt mit der mangelhaften Abschlussqualität. Bis zur 12. Minute hatte der Coach sich schon zweimal für ein Team- Time-out entschieden, seine Mädels hatten aber immer noch kein Tor geworfen und lagen 0:5 zurück. „Wir sind erstens an einer guten Torfrau gescheitert, zweitens haben wir zu oft Latte oder Pfosten getroffen und drittens haben wir uns oft genug selber im Weg gestanden“, zählte der frustrierte Coach die Gründe für die Torarmut auf.

Erst in der 13. Minute erzielten Eva Deutz und Yvonne Baltzer die ersten TV-Treffer. Dass es auch anders geht, zeigten die Roetgenerinnen in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit, als sie bei eigenen Angriffen die neue Regel ausnutzten und bei eigenem Ballbesitz die Torfrau gegen die siebte Feldspielerin tauschten. Anna Leblanc und Eva Deutz egalisierten kurz vor dem Seitenwechsel den 7:9-Rückstand. Die Gäste nahmen dann noch eine 10:9-Führung mit in die Kabinen.

„Nach der guten Phase zum Ende der ersten Halbzeit habe ich gedacht, dass die Mannschaft jetzt gefestigt ist und in der zweiten Halbzeit noch den Sieg klar macht“, blickte der TV-Trainer zu optimistisch in den zweiten Spielabschnitt. In den starteten die Rot-Gelben genauso bescheiden wie in den ersten. In den ersten zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit trafen sie nur dreimal und lagen in der 50. Minute 12:15 zurück, wobei die beiden Torfrauen, Isabell Leblanc und Katrin Weyer, mit guten Paraden einen deutlicheren Rückstand verhindert hatten.

Aber trotz enttäuschender Angriffsleitung war zumindest noch ein Punkt möglich, denn vier Minuten vor Spielende verkürzten die reaktivierte und blendend aufgelegte Yvonne Baltzer und Lisa Cosler auf 16:18. Mehr Tore gab es an diesem Samstag nicht. „Mit nur sieben Toren in einer Halbzeit kann man nicht gewinnen“, grantelte Bernd Marquardt nach der torarmen zweiten Hälfte.

Für den TV Roetgen erzielten folgende Spielerinnen die Tore: Yvonne Baltzer und Eva Deutz (beide je 4), Anne Fischer und Anna Leblanc (beide je 3), Lisa und Laura Cosler (beide je 1).

Sonntag gegen Oberbantenberg

Zur ungeliebten Kaffeekränzchenzeit (Sonntag um 15 Uhr) haben die Roetgenerinnen beim Tabellennachbarn TV Oberbantenberg Termin. Beide Teams haben den direkten Kontakt zu den aufstiegsrelevanten Tabellenplätzen verloren und müssen auf Patzer der Mitkonkurrenz warten. Die Gruppe aus dem Oberbergischen geht mit dem Selbstvertrauen eines 31:19-Sieges am vergangenen Spieltag gegen Westwacht Weiden in die Partie. Mehr unter Zugzwang stehen da schon die Roetgenerinnen, bei denen sich eine Woche später der ungeschlagene Ligaprimus TSV Bonn vorstellt.

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