Erst zum Kölner Dom, bald beim Papst in Rom

Von: JC
Letzte Aktualisierung:
5204289.jpg
Italienisches Temperament trifft auf Eifeler Gelassenheit: Im Rahmen des Romaustausches besuchten nun 24 Schüler des Liceo Aristofane das St.-Michael-Gymnasium Monschau. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Auch in diesem Jahr besuchten wieder römische Schüler des Liceo Aristofane das St.-Michael-Gymnasium in Monschau im Rahmen des Romaustauschs. Anders als in den Jahren zuvor wurde diesmal aber eine jüngere Klasse ausgewählt. Der Altersunterschied zwischen den italienischen Schülern und den Deutschen war deshalb nicht so groß wie in den vergangenen Jahren.

Am späten Dienstagabend der vergangenen Woche kamen 24 Schüler am Gymnasium an, ihr Flug hatte sich aufgrund des starken Schneegestöbers um fast dreieinhalb Stunden verspätet, und so erreichten sie Monschau müde und erschöpft. Am Mittwochmorgen erreichten sie ihr erstes Ziel Maastricht, wo sie durch die historische Altstadt und ein Museum geführt wurden. Am darauf folgenden Tag konnten die fünfzehn- bis siebzehnjährigen Römer endlich mehr von Deutschland sehen. Sie besuchten das Kölner Schokoladenmuseum und natürlich den Dom.

Mit Bonn wurde am Freitag eine weitere rheinländische Stadt von den Schülern besichtigt. Dort nahmen sie an einer Führung im Geburtshaus des berühmten Komponisten Beethoven teil, die, wie auch alle vorherigen Führungen, auf Englisch gehalten wurde. Anschließend durfte die Stadt auf eigene Faust erkundet werden. In Bonn war die Mischung im Vergleich zu den anderen Städten laut der Italienerin Marta am besten: „There are historical things but also shops“, in Bonn gibt es also historische Dinge aber auch Geschäfte.

Die Freizeit wurde daher ausgiebig zum Essen oder Souvenirs kaufen genutzt. Am Samstag besuchten die jungen Italiener dann den Aachener Dom und anschließend hatten die deutschen Austauschschüler die Möglichkeit, ihnen die Innenstadt zu zeigen. Bei den anderen Ausflügen konnten die deutschen Schüler aufgrund ihres Unterrichts leider nicht teilnehmen. Der Sonntag stand jeder Gastfamilie zur freien Verfügung, genauso wie die Abendgestaltung.

Meist trafen sich mehrere deutsche und römische Schüler in Restaurants oder Kneipen, um die Tage gemeinsam ausklingen zu lassen. Am Montag, und damit letzten Tag des Austauschs, besuchten die römischen Schüler die Hauptstadt Belgiens. Die Führung durch Brüssel fand ausnahmsweise in italienischer Sprache statt. Abends gab es dann ein Schnitzelessen in Konzen bei Achim&Elke, an dem sowohl alle Austauschschüler, als auch die italienischen und deutschen Lehrer teilnahmen. Katia Gillessen, Anja Sistermans und Anne von der Lohe, die den Romaustausch nun schon zum sechsten Mal organisierten, waren dabei, genauso wie Schulleiter Dr. Lothar Stresius.

Da die römische Klasse des sprachorientierten Liceos erst seit gut einem Jahr Deutschunterricht hat, verlief die Verständigung auf englisch. „Wir sind mit dem Englisch gut zurechtgekommen“, erzählt Anne, deren Austauschschülerin nahezu perfekt Englisch spricht. Andere hatten dagegen ein paar Probleme: „Selbst wenn wir mit Englisch nicht weiter gekommen sind, haben wir es mit Händen und Füßen immer irgendwie geschafft miteinander zu kommunizieren“, schildert Laura.

Bei fast niemandem verlief die Kommunikation auf Deutsch, bei Doris zum Teil, da ihr Austauschschüler bereits vier Jahre in Deutschland gelebt hat, doch zum Ende des Austauschs dominierte auch bei ihnen die englische Sprache. Der Gegenbesuch der 23 deutschen Schüler findet nach den Osterferien statt. Dabei stehen Besuche des vatikanischen Museums und des Kolosseums auf dem Programm, genauso wie ein Besuch des Mittelmeeres, wenn das Wetter mitspielt.

Mitte April herrschen in Rom gewöhnlich sommerliche Temperaturen, anders als hier werden die Schüler wohl nicht vom Schnee überrascht werden. Vielleicht haben die Teilnehmer ja Glück und können dann auch einen Blick auf den neuen Papst Franziskus I. erhaschen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert