Erinnerung an „Pionierin der Mission”

Von: ho
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Noch heute steht das Geburtsha
Noch heute steht das Geburtshaus von Helena Stollenwerk im Mühlenweg 4 und dokumentiert ein Stück Zeitgeschichte.

Rollesbroich. Am 28. November steht in Rollesbroich der Gedenktag für Anna Helena Stollenwerk an. Die wohl berühmteste Tochter des Ortes wurde an diesem Tag im Jahre 1852 im Mühlenweg 4 geboren und legte später als Oberin der Steyler Missionsschwestern die Grundlagen für eine wachsende Missionsgemeinschaft.

Im Jahr 1995 wurde sie schließlich von Papst Johannes Paul II. in Rom selig gesprochen.

Helena Stollenwerk war schon als Kind von dem Verlangen geprägt, als Missionarin nach China zu gehen. Zu jener Zeit ein nahezu utopischer Traum für Frauen in einer von Männern dominierten Welt. So verwundert es nicht, dass sie fast zehn Jahre lang nach einem geeigneten Missionsorden suchte.

Schließlich keimte in ihr Hoffnung auf, als sie im neu gegründeten Missionshaus in Steyl in den Niederlanden Arnold Jansen kennenlernte, wodurch sie auch die innere Gewissheit fand, dem Ziel ihrer Berufung näher gekommen zu sein. Bis zur Gründung der Steyler Missionsschwestern 1889 arbeitete sie dort sieben harte Jahre in der Küche.

Aber auch nach Ablegung ihres ersten Gelübdes (1894) wurde ihrem Wunsch nach Entsendung in die Mission nach China nicht entsprochen. Dies sollte sie nun jedoch von Steyl aus tun. Als Oberin (daher ab diesem Zeitpunkt der Name Mutter Maria, Helena Stollenwerk) legte sie das Fundament für eine aktive Missionsgemeinschaft.

1898 trat sie zur klausurierten kontemplativen Gemeinschaft der Steyler Anbetungsschwestern über, um sich dort betend für das Reich Gottes und seine Verkünder einzusetzen. Sie starb am 3. Februar 1900 mit nur 47 Jahren an einer tuberkulösen Hirnhautentzündung. Nach ihrem Tod wuchs die Gemeinschaft weiter und viele neue Missionsgebiete kamen hinzu. Heute zählen die Steyler Missionsschwestern über 3000 Mitglieder aus aller Welt.

Mutter Maria, Helena Stollenwerk wurde schließlich am 7. Mai 1995 von Papst Johannes Paul II. in Rom selig gesprochen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche erklärte damals, „dass die Dienerin Gottes, Maria, Helena Stollenwerk, von nun an und in Zukunft unter den Namen der Seligen genannt werden und dass man ihr Fest jeweils am 28. November feiern darf”. Der Papst nannte sie „eine Pionierin der Mission”.

Unter dem Altarraum der 1953 neu erbauten Rollesbroicher Kirche befindet sich die Krypta mit einer antiken Pieta aus der alten Kirche. Seit dem Jahr der Seligsprechung befindet sich dort nun die Gedenkstätte mit Reliquiar der seligen Mutter Maria, Helena Stollenwerk. Die kostbar eingefasste Reliquie (ein Stück aus einer Rippe) wurde am 11. Juni 1995 nach einem feierlichen Hochamt mit Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff in die Krypta getragen.
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