Erfolgsstory des Eifelsteigs geht weiter

Von: pp
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Bei der Verleihung des „Deutschen Wandersiegels Premiumweg“ (v. l.): Landrat Heinz-Peter Thiel, Präsident der Zukunftsinitiative Eifel und stellv. Vorsitzender Eifel-Tourismus, Eifelvereinsvorsitzende und Prümer Bürgermeisterin Mathilde Weinandy, Klaus Erber, Vorsitzender des Deutschen Wanderinstituts, Eifel-Tourismus-Geschäftsführer Klaus Schäfer, Streckenmanager Matthias Irle, Eifelvereins-Geschäftsführer Manfred Rippinger und Projektmanager Wolfgang Reh von Eifel-Tourismus. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
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Beliebt von Beginn an ist der Premiumwanderweg Eifelsteig. Nicht nur auf der vierten Etappe zwischen Einruhr und Gemünd bieten sich herrliche Ausblicke. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Nordeifel. Der 313 Kilometer lange Eifelsteig von Aachen nach Trier gilt als einer der schönsten, attraktivsten und am besten ausgeschilderten Streckenwanderwege Deutschlands. Am Dienstag wurde dem „Premium-Wanderweg“ im Forum Daun zum dritten Mal in Folge das Deutsche Wandersiegel verliehen.

Landrat Heinz-Peter Thiel, der Präsident der Zukunftsinitiative Eifel und stellvertretende Vorsitzende der Eifel-Tourismus GmbH, die Eifelvereinsvorsitzende und Prümer Bürgermeisterin Mathilde Weinandy, Geschäftsführer Klaus Schäfer und Projektmanager Wolfgang Reh von der Eifel-Tourismus GmbH, Streckenmanager Matthias Irle und Eifelvereins-Geschäftsführer Manfred Rippinger nahmen die Auszeichnung aus den Händen von Klaus Erber, dem Vorsitzenden des Deutschen Wanderinstituts, entgegen. Der Eifelsteig, über dessen Frequentierung es keine Zählung und folglich auch keine Statistik gibt, erfreut sich nach allgemeiner Einschätzung steigender Beliebtheit.

Allein 2016 steigerte sich der Umsatz durch Übernachtungen entlang des verschlungen durch weite Eifelteile von Aachen nach Trier geführten Premiumweges laut Eifeltouristik GmbH um 25 Prozent auf rund 620.000 Euro. Darin nicht eingerechnet sind Direktbuchungen bei den Beherbergungsbetrieben und die vielen Euros, die die Walker links und rechts des Weges in Gastronomiebetrieben und Geschäften lassen.

Die „Erfolgsstory Eifelsteig“ sei auch nach 18 Jahren noch steigerungsfähig, konstatierte Klaus Erber anlässlich der dritten Verleihung des „Deutschen Wandersiegels Premiumweg“. So kletterte die Benotung des Eifelsteigs gegenüber der zweiten Wandersiegelverleihung nochmals von 51 auf 56 Punkte. Der Bewertung liegen 36 Kriterien und insgesamt 320 Einzelgesichtspunkte zugrunde.

Die Juroren des Deutschen Wanderinstituts machen keineswegs nur Stichproben, sondern begehen die gesamte Strecke. Es geht vor allem um Abwechslungsreichtum, Ausschilderung, Sehenswürdigkeiten, Natur, sinnvolle Einbindung von Ortslagen und Kulturlandschaft, das Format des Weges, Anspruch und Leitsystem.

Unter dem Strich kam der Eifelsteig diesmal hinter dem Saar-Hunsrück-Steig (65 Punkte) und dem Salzalpensteig (61) und vor dem Soonwaldsteig (53) und dem Rheinsteig (51) auf Platz 3 der deutschen Premiumwanderwege.

Insgesamt hat das Deutsche Wanderinstitut bei dem alle drei Jahre stattfindenden „Touren-TÜV“ 579 Wanderwege unter die Lupe genommen, darunter 551 Rundwanderwege. In die gute Benotung des Eifelsteiges sind ebenfalls solche Rundwanderrouten, sogenannte Partnerwege wie die Vulkanwanderpfade, der Rursee-Wanderweg oder der Wildnis-Trail im Nationalpark Eifel mit aufgenommen worden.

Die Eifelvereinsvorsitzende Mathilde Weinandy dankte den etwas über 60 ehrenamtlichen Wegepaten des Eifelvereins, darunter allein 26 Wegepaten auf dem Eifelsteig, für ihren Einsatz. Die Frauen und Männer, die dafür sorgen, dass der Weg in Schuss bleibt und abhandengekommene Leitpfosten und Ausschilderungen sofort ersetzt werden, waren ebenfalls am Dienstag zu einer Tagung ins Forum Daun eingeladen worden.

Aus einem Euro zehn gemacht

Wie Landrat Thiel betonte, habe die Eifel Tourismus GmbH im vergangenen Jahr 70.000 Euro Marketingmittel in die Bewerbung des Eifelsteigs gesteckt und damit je eingesetztem Euro zehn Euro Umsatz generiert. Auch die Zahl der regelmäßigen Internet-User, nämlich 5000, zeige die Beliebtheit des Eifelsteigs, so Klaus Schäfer.

Wandern sei heute kein Hobby der Ü-50-Generation mehr, so Mathilde Weinandy: „Die Leute werden immer jünger“. Besonders stark steigt der Anteil der unter 30-jährigen „Walker“ und „Trecker“ auf erlebnisstarken Wanderrouten wie dem „Eifelsteig“, so Wolfgang Reh. Projektmanager Reh war es auch, der eine neue gemeinsame Aktion zwischen Eifelverein und Tourismusbranche vorstellte.

Das Projekt „Miteinander in der Eifel wandern“ mache die jährlich von 1000 Wanderführern angebotenen rund 8000 Wanderungen der einzelnen Eifelvereins-Ortsvereine auch für Touristen zugänglich, so Eifelvereins-Geschäftsführer Manfred Rippiner. Sie können sich ohne Mitgliedschaft und Beiträge den geführten Wanderungen anschließen. Und zwar kostenlos. Das genügt nicht nur dem Sicherheitsbedürfnis von Menschen, so Wolfgang Reh: „Es entspricht auch dem Bedarf nach Gemeinschaft, den wir im Tourismus verstärkt beobachten.“

Eifel-Tourismus-Geschäftsführer Klaus Schäfer lobte „die klasse Zusammenarbeit mit den Betrieben“, die man nun auch für den Bereich Radwanderungen anstrebe. Wolfgang Reh ordnete die zufriedenen Gesichter der Wirte und Beherberger entlang des Eifelsteigs so ein: „Es ist richtig, dass wir nach wie vor keine Zahlen kennen, wie viele Wanderer den Eifelsteig begehen, aber so lange das Lächeln auf den Gesichtern der Betriebsinhaber wachsende Zufriedenheit ausstrahlt, sind auch wir auf dem richtigen Weg.“

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