Strauch - Erfolgreiche Reiterin Lena Breuer: Viel Talent, gute Pferde, beste Betreuung

Erfolgreiche Reiterin Lena Breuer: Viel Talent, gute Pferde, beste Betreuung

Von: Anneliese Lauscher
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Lena Breuer mit ihren beiden Sportkameradinnen Ilvy (links) und Florentina. Foto: Anneliese Lauscher
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Lena Breuer und Florentina in Aktion beim Eicherscheider Reitturnier. Foto: Anneliese Lauscher

Strauch. Ihre Karriere begann auf einem frechen Pony; nun ist sie mit 16 Jahren eine der erfolgreichsten Juniorinnen im Reitsport in unserer Region: Lena Breuer aus Strauch. Der oft zitierte Spruch, dass ihr die Liebe zu Pferden in die Wiege gelegt wurde, trifft hier tatsächlich zu: Ihre Eltern, Achim und Jutta Breuer, sind ebenfalls mit Pferden groß geworden.

In Strauch erinnern sich viele Menschen an das Pony „Fury“, auf dem Achim Breuer sich die ersten Sporen verdiente. Fury ging auch regelmäßig beim Erntedankzug mit, er ist bei der guten Pflege der Breuers uralt geworden. Achim und Jutta Breuer waren auf den Turnieren in der Region und in benachbarten Kreisverbänden erfolgreich unterwegs. Und seit 27 Jahren ist Achim Breuer der St. Martin von Strauch.

Als Kind übte Lena Breuer das Reiten auf „Carlos“, einem Pony mit durchaus eigenem Kopf. Sie war vielleicht acht Jahre alt, als sie anfing, intensiver zu trainieren. „Einen einzigen Reiterwettbewerb hat sie mitgemacht, aber die Dressur war nicht ihr Ding“, erzählt Mutter Jutta. „Sie wollte springen.“ Dafür braucht man Mut, und davon hat Lena Breuer ohne Zweifel eine große Portion abbekommen.

Das Jahr 2017 ist ihr bisher erfolgreichstes. Sie sprang in die Platzierungslisten mit Florentina, einer zwölfjährigen belgischen Warmblutstute, und Ilvy, einer achtjährigen Stute von Contender aus der Holsteiner Zucht. Man sah die couragierte Amazone beispielsweise beim Eicherscheider Sommerturnier, wo sie auf vertrautem Gelände tolle Nullfehlerritte absolvierte: In einem L-Springen belegte sie mit ihren beiden Pferden die ersten zwei Plätze; in einem M-Springen wurde sie mit Florentina Zweite und mit Ilvy Vierte.

Dann aber passierte am zweiten Turniertag ein dummes Missgeschick: Bei der Vorbereitung zu einer Eignungsprüfung mit einem jungen Nachwuchspferd erschrak der vierbeinige Sportkamerad und „fing an zu rocken“, so dass Lena zu Boden ging. Sie wurde sogar ins Krankenhaus transportiert, kam aber mit dem Schrecken davon und fasste sofort den Vorsatz: „Am nächsten Wochenende bin ich bei den Rheinischen Meisterschaften dabei!“ Sie führte ihren Vorsatz aus, verbrachte mit ihrer Ilvy von Donnerstag bis Sonntag unvergessliche Tage in Langenfeld und schnitt ausgezeichnet ab: Als Fünfte im Holger-Hetzel-Nachwuchs-Championat kam sie glücklich nach Hause. In Mützenich wurde sie Anfang August als Kreismeisterin geehrt, da war ihr ein fehlerfreier Auftritt mit Florentina im M-Springen geglückt.

Wenn man ihre Erfolge in diesem Jahr addiert, kommt man auf 20 Platzierungen in Klasse L und 14 in Klasse M. Zuletzt gelang ihr ein dritter Platz im M-Springen beim Reitturnier in Köln „Equus Colonius“; hier startete sie zum ersten Mal in einem S-Springen, sie machte drei Fehler, war aber sehr zufrieden. Und vom Reitturnier in Wipperfürth brachte sie wieder eine Goldene Schleife mit: Florentina hatte sie zum Sieg im M-Springen getragen.

„Lena hat großes Glück, dass einer der ehemals erfolgreichsten Springreiter der Region, Thomas Patt, sie trainiert, sie berät, sie fördert und sie manchmal bremst“, sagt Jutta Breuer. Auch die Reitanlage des Reit- und Fahrvereins Eicherscheid wird lobend erwähnt, hier gibt es optimale Trainingsbedingungen und ein kameradschaftliches Umfeld.

Der Aufwand ist „Familiensache“

Über den riesigen Aufwand, den Turnierreiter betreiben, sprechen die Breuers nicht viel. „Es ist Familiensache.“ Die gesamte Pferdepflege, die vielen Trainingsstunden, frühes Aufstehen am Wochenende und oft weite Fahren – das alles wird gemeinsam getragen.

Lena Breuer strebt an, beim Salut-Festival in Aachen mitzumachen; vom 30. November bis 3. Dezember treffen sich in der Albert-Vahle-Halle Nachwuchsreiter. Zurzeit besucht sie das Wirtschaftsgymnasium in Aachen, hier will sie Abitur machen und dann studieren und „möglichst viel Zeit haben fürs Reiten“.

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