Erfolgreich gegen Tempoverstöße, nicht aber gegen Motorradlärm

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Für viele Motorradfahrer ist der Sound auch ein Kaufargument - doch Unbeteiligte fühlen sich davon oft gestört. Die intensiven Überwachungsmaßnahmen, die bereits den ganzen Sommer andauern, scheinen sich herumgesprochen zu haben. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Nordeifel. Bei herrlichem Sommerwetter sind am Sonntag wieder Tausende Motorradfahrer in der Dürener Rureifel unterwegs gewesen. Natürlich auch die Polizei. Das Ergebnis sind wenige Tempoverstöße, aber viel Zweiradlärm im Nationalpark Eifel.

Die intensiven Überwachungsmaßnahmen, die bereits den ganzen Sommer andauern, scheinen sich herumgesprochen zu haben: Bis auf wenige Geschwindigkeitsverstöße, die dann auch nicht einseitig nur den Kradfahrern anzulasten waren, blieben bemerkenswerte Verkehrssünden aus. Das mag auch daran gelegen haben, dass die Polizei insbesondere Motorradgruppen auf den Risikostrecken mit Funkstreifenwagen „begleitet“ hatte, um gar nicht erst eine Raserstimmung aufkommen zu lassen.

Schön reden will die Polizei jedoch nicht, dass vereinzelt einige Fahrer den Gashahn derart aufdrehten, dass man den Zweiradlärm durch den halben Nationalpark hören konnte.

Beim Anhalten umgekippt

Erst um 16.50 Uhr kam es dann doch noch zu einem kleineren, eher untypischen Unfall unter Beteiligung eines Motorradfahrers. Ein 18-Jähriger aus Hürth war auf einen Parkplatz an der L 218 zwischen Vossenack und Schmidt (Panoramastraße) gefahren und dort während des Anhaltens umgekippt. Ein RTW transportierte den jungen Fahrer mit einer Beinverletzung ins Krankenhaus.

Abseits der Eifelstraßen verunglückte um 19.45 Uhr ein 48 Jahre alter Motorradfahrer aus Titz am Stetternicher Kreisverkehr an der Kreuzung L 264/L 136. Er hatte ausgangs des Kreisels einen Vorausfahrenden überholt und beim Überfahren der markierten Sperrfläche jedoch die Kontrolle über die Maschine verloren. Der ungestüme Fahrer und seine vier Jahre jüngere Sozia landeten verletzt in der Böschung. Sie wurden zur Behandlung einem Krankenhaus zugeführt.

Bereits am Samstag wurde ein 16-jähriger Kradfahrer beim Zusammenstoß zweier Zweiradfahrer leicht verletzt. Ein 56-jähriger Kradfahrer aus den Niederlanden befuhr am Nachmittag die L 218 aus Richtung Schmidt in Richtung Vossenack. In Höhe der „Mestrenger Mühle“ stürzte der Kradfahrer aus unbekannter Ursache in einer scharfen Rechtskurve. Dabei schleuderte das Krad auf die Gegenfahrbahn. Der entgegenkommende 16-jähriger Leichtkraftfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und es kam zum Zusammenstoß.

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