Monschau - Erfolgreich für „Demenz-Betreuung” qualifiziert

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Erfolgreich für „Demenz-Betreuung” qualifiziert

Von: V.M.
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Erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Demenz-Hilfe-Kurses im Maria-Hilf-Stift sowie (vorne) Helmut Rüttgers, Marlene Frauenrath, Hassan Alagün, und dahinter Schwester Gudrun. Foto: V. Monterey

Monschau. „Jede Demenz ist ein bisschen anders”, so Marlene Frauenrath, Kursleiterin und Vorstandsmitglied der Alzheimer Gesellschaft Kreis Düren. Das sei auszuprobieren. Nach einem sechswöchigem Kurs wurden am Samstag 16 Teilnehmern, 14 Frauen und zwei Männern im Mondschauer Maria-Hilf-Stift die Abschluss-Urkunde, ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an der Schulung für ehrenamtliche Betreuung von Demenzkranken, überreicht.

Der Lehrgang wird regelmäßig vom Demenz-Service-Zentrum Regio Aachen/Eifel in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Kreis Düren angeboten und umfasst mindestens 32 Stunden, in dem der Umgang mit Demenzkranken sowie Sterbe- und Trauerbegleitung, als auch medizinisches und juristisches Wissen vermittelt werden.

Er richtet sich sowohl an ehrenamtliche Mitarbeiter als auch an Menschen, die in der häuslichen Pflege tätig sind oder Angehörige Zuhause zu betreuen haben. Darüber hinaus ist es auch möglich, einen praktischen Teil zu absolvieren. Damit Leistungen der Pflegekassen dafür eingesetzt werden können, müssen die Dienste offiziell anerkannt sein, beispielsweise durch Nachweis eines solchen Vorbereitungskurses.

Demenz ist der medizinische Oberbegriff für einen fortschreitenden Abbauprozess im Gehirn, der zum Verlust der Geistes- und Verstandesfähigkeit führt. Die Alzheimer Krankheit und ähnliche akute und chronische Krankheiten führen zu solchen Abbauprozessen, die eine Demenz zur Folge haben können. Alltägliche Abläufe können nicht mehr koordiniert, logische Zusammenhänge nicht mehr erkannt werden. Neben der nachlassenden Geistesfähigkeit kommt oft noch eine starke Persönlichkeitsveränderung vor, die es den Betroffenen und Angehörigen noch schwerer und belastender macht. „Nun kann ich besser in die Welt meiner Mutter eintreten”, meinte Ute Bergs, eine der Teilnehmerinnen, die an dem umfangreichen Kurs über 50 Stunden teilgenommen hatte, als sei ihr eine Tür in eine „verborgene WeltÓ geöffnet worden.

Im Rahmen der feierlichen Zusammenkunft im Maria-Hilf-Stift, im Beisein von Schwester Oberin Daisy Maria und Schwester Gudrun, Seelsorgerin der Eifelklinik St. Brigida und des Malteserstifts „Seliger Gerhard” in Simmerath wurden nicht nur die Zertifikate mit einer Rose vergeben, sondern man ging nach einer kurzen Dankesrede von Helmut Rüttgers, Vorstandsmitglied der Alzheimer-Gesellschaft Düren, noch einmal auf die Kursinhalte ein, tauschte Erfahrungen aus, zog Bilanz.

Durchweg gut beurteilten die Teilnehmer den Kurs, der sowohl hier als auch in Simmerath stattgefunden hatte, befand es für gut, dass sich auch endlich Männer mit dem Thema befassten, da die Erfahrung bislang gezeigt hatte. Gerade Ehemänner ständen diesem Thema oft ablehnend gegenüber, und bei dem wohl schwierigsten Bereich, der Sterbe- und Trauerbegleitung, hätte der eine oder andere Teilnehmer noch etwas „mehr Zeit zum Verarbeiten” gebraucht, weil „unheimlich viel emotional mit einem passiert”.

Hassan Alagün, Mitarbeiter beim Demenz-Service-Zentrum Regio Aachen/Eifel und Marlene Frauenrath, Kursleiterin und Vorstandsmitglied der Alzheimer-Gesellschaft Kreis Düren, gingen noch einmal auf die genannten Punkte ein, „ein Balance-Akt”, so die Kursleiterin, da Wissensvermittlung und persönliche Schicksale aufeinanderträfen.

Anschließend rundete eine Meditation im Kerzenschein mit Schwester Gudrun die Feierlichkeit ab. Man besann sich auf Jesus Worte, „Was willst du, was ich dir tun soll?”.

Man lauschte der ruhigen Musik, man hörte die Geschichte „Der OpalÓ und dann durfte sich einjeder einen Stein aus Schwester Gertruds Schatzkästchen nehmen, egal ob Amethyst, Aventurin, Rosenquarz oder Tigerauge, auf dass er, wie im Gedicht, „in einer warmen Hand zu strahlen beginnt”. Dann ging es gemeinsam zum Mittagessen: deftiger Eintopf, wie immer.
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