Erben will gelernt sein: Aufführung des TuS Schmidt voller Erfolg

Von: ale
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Ein herrliches Vergnügen bereitete die Theatergruppe des TuS ihren Gästen mit dem gut gewählten Stück und der trefflichen Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Zweimal ausverkauft meldete die Theatergruppe des TuS Schmidt. Am Wochenende hat sie zweimal im Saal des Schützenhofes das Lustspiel „Onkel Hermann und die Plunderhosen“ aufgeführt – ein voller Erfolg.

In Schmidt, aber auch in den umliegenden Orten, hat die Theatertruppe ein treues Publikum erobert, dass sich einen Abend lang unterhalten lassen und amüsieren möchte. Da ist auf die Laienspieler Verlass. Sie hatten wieder mit unermüdlichem Eifer geprobt, an den Rollen gefeilt, ihre ganze Originalität eingebracht.

Als der Vorhang sich geöffnet hatte, musste zunächst Helga Nideggen mit Helmut Bergsch in einem giftigen Zwiegespräch darlegen, worum es ging: Die beiden stellten das Ehepaar Elfriede und Klaus-Dieter Schmidt dar, welches sich ein reiches Erbe erhofft. Onkel Hermann ist gestorben, und da er nie verheiratet war, wird es wohl was zu erben geben. Es gibt noch einen zweiten Neffen, Benno Schmidt, der mit seiner Gattin Anneliese anreist (Rolf Wergen und Sandra Schmunkamp) und mindestens ebenso begierig ist, das Testament kennenzulernen. Die beiden Frauen können einander nicht ausstehen und werfen nur so mit Nettigkeiten um sich.

Doch zuerst muss beerdigt werden, wirkungsvolles Weinen wird geübt, schwarze Kleidung muss herausgelegt werden und dann noch die Sträußchen. Bei all dem vergisst Elfriede nicht, ihren meist stummen Gatten ständig zu beschimpfen – Helga Nideggen bekam Szenenapplaus für ihren temperamentvollen Auftritt.

Die Blumenhändlerin, gespielt von Elisabeth Stockmann, ist einige richtige Dorf-Bildzeitung. Und der Feuerwehrhauptmann Höfling, den Kurt Deuster mimte, wird nervös, weil er schon eine neue Löschspritze angeschafft hat in der Hoffnung, ebenfalls Onkel Hermann zu beerben, schließlich war der doch mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Jedenfalls ist kein Testament zu finden, und der Zuschauer stellt weiter die wildesten Spekulationen an. Nach der Beerdigung wird kräftig getratscht und empört festgestellt, wer nicht Schwarz trug und nicht genug geweint hat, da kann Karina Naas als Gattin des Feuerwehrhauptmanns mit herrlich gespielter Empörung glänzen.

Das größte Schlitzohr ist allerdings Onkel Hermann, den lernt das Publikum via DVD kennen. Klaus Schönewald, von den Zuschauern bejubelt, hat hier einen tollen Auftritt. Er kennt seine Sippe bestens und versteht es brillant, sie alle unheimlich auf die Schippe zu nehmen. Aus lauter Geldgier lassen sich die lieben Verwandten darauf ein, ein ziemlich dämliches mittelalterliches Schmachtstück aus der Feder des Onkels zu spielen – die Männer in Plunderhosen. Es durfte herzhaft gelacht werden, man sah den Schauspielern an, dass sie sich manchmal selbst kaum ernst halten konnten.

Armin Stollenwerk in der Rolle des Dr. Fröhlich sorgt für die überraschende Auflösung, übermütig kann sich Marina Lennartz als Großnichte Andrea über einen hübschen Batzen aus dem Erbe freuen. Außer den Schauspielern verdienten sich die Spielleiterin, Vera Lennartz und die Souffleuse, Diana Bergsch, herzlichen Applaus. Auch das Bühnenbild war viel Beifall wert.

Am kommenden Wochenende wird das Stück noch zweimal im Saal des Schützenhofes aufgeführt, am Samstag, 12. April, um 20 Uhr und am Sonntag, 13. April, um 18 Uhr.

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