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Entlang der Straße wird der Wald aufgeräumt

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Baum fällt: Entlang der Hahner Straße läuft derzeit eine zweiwöchige Durchforstung.

Lammersdorf. Alle paar Minuten stürzt krachend ein Baum zu Boden. Wenige Sekunden zuvor schallt jeweils unüberhörbar der Ruf eines Waldarbeiters durch den Bestand. Diese akustische Warnung ist das oberste Gebot in der Forstwirtschaft, wenn Bäume gefällt werden.

Diese Geräusche, vermischt mit Motorsägen-Lärm, sind seit Montag entlang der Hahner Straße zwischen Lammersdorf und Mulartshütte zu hören. Unter der Regie des Landesbetriebs Wald und Holz findet entlang der gesamten Strecke noch bis zum 24. Januar eine umfangreiche Durchforstung statt. Bis nächste Woche Freitag einschließlich ist daher die Hahner Straße (L 12) an Werktagen jeweils von 9 bis 16 Uhr gesperrt. Der Verkehr wird in dieser Zeit über die B 399 und B 258 umgeleitet.

Pendler wenig belasten

Uwe Melchior, Leiter des Forstbetriebsbezirks Zweifall beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW, koordiniert die Arbeiten im Bereich der Forstbetriebsbezirke Rott und Zweifall.

Auch die angrenzenden Gemeindeforstbezirke Roetgen und Simmerath sind über die Arbeiten informiert, falls die Kommunen jetzt die günstige Gelegenheit ergreifen wollen, ebenfalls forstwirtschaftliche Arbeiten in der Nähe der Fahrbahn vorzunehmen.

Die Straßensperrung hat man bewusst zeitlich sehr großzügig gefasst, damit die stark vom Pendlerverkehr genutzte Hahner Straße in den hoch frequentierten frühen Morgen- und späteren Nachmittagsstunden wieder befahren werden kann. „Dadurch verlieren wir zwar rund zwei Arbeitsstunden am Tag, aber wir wollen die Belastung für die Autofahrer möglichst gering halten“, sagt Forstamtmann Uwe Melchior. Dies dokumentiere sich auch darin, dass man die beiden Bezirke in einer Maßnahme zusammengefasst habe. „Dann herrscht hier für ein paar Jahre Ruhe.“ Hunderte Bäume, Fichten wie Laubholz sind entlang beider Fahrbahnseiten mit Sprühfarbe markiert, denn im Rahmen der Durchforstung sollen sämtliche nicht standfeste wie auch dem Straßenverkehr hinderliche Bäume entfernt werden. Entlang der Fahrbahn komplett die Waldränder zu entfernen, ist kein Thema, da die Wind- und Schneebruchgefahr in diesem Bereich nicht auffällig hoch ist.

Zum Teil ins Pellet-Werk

Das schwächere Holz wird von einem Harvester, einer Vollerntemaschine entnommen und vor Ort per Großhacker verarbeitet, ehe es dann zum Pellet-Werk nach Vossenack geht. Das kräftige Stammholz wird mit der Hand bearbeitet und an Unternehmer verkauft.

Per Seilwinde werden die markierten Bäume beim Fällen in den Bestand gezogen, stürzten sie auf die Fahrbahn, dann wären Schäden im Asphalt die Folge. Dennoch fährt jeden Nachmittag vor der Öffnung der Hahner Straße ein Fahrzeug der Straßenmeisterei vor, um die Fahrbahn zu säubern.

Arbeitssicherheit spielt bei Forstarbeiten eine wichtige Rolle, betont Uwe Melchior. So verfügen die Mitarbeiter inzwischen beim Arbeiten über eine Sprechfunkverbindung. So kann man sich trotz aufheulender Motorsägen stressfrei bis zu einer Entfernung von 500 Metern verständigen.

Die Witterung ist momentan ideal für die Durchforstungsarbeiten. „So soll es in den nächsten Tagen bleiben, dann werden wir planmäßig fertig“, sagt Uwe Melchior.

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