Entdeckungen in der Natur für alle Sinne

Von: smb
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Hirschrott. An der Erkensruhr bei Hirschrott haben die Kinder ein lauschiges Plätzchen gefunden. Das Wasser plätschert im Bach, in den Bäumen zwitschern die Vögel. Svenja, Julie, Lejla und die anderen Kinder genießen die warmen Sonnenstrahlen, die zwischen den Bäumen funkeln.

Die Natur sollen die Kinder aus dem Dedenborner Kindergarten mit allen Sinnen erfahren. Wie riecht der Wald? Wie fühlt sich der Boden an? Und was können wir alles hören?

Motorik-Wand dabei

Raus aus dem Kindergarten und rein in die Natur gehen die Kinder häufiger, schließlich ist die Rur nur einen Steinwurf entfernt. Aber dieser Besuch im Wald ist etwas besonders. Nationalparkranger Andreas Engelke ist dabei, Ergotherapeut Gunnar Leschenar hat eine Motorik-Wand mitgebracht und das Duo Syl´n´Dan (Sylvia Noel und Daniel Wiegand) hat die Gitarre und Bücher mit Kinderliedern mitgebracht. Und auch in denen dreht sich natürlich alles rund um die Natur.

Mit strahlenden Gesichtern stimmen die Kinder die Vogelhochzeit an - und ganz nebenbei lernen sie die Namen von vielen verschiedenen Vögeln kennen. „Gemeinsames Singen tut den Kindern gut”, sagt Daniel Wiegand. Es macht gute Laune, sorgt für Ausgeglichenheit und hilft, ganz spielerisch die Sprache zu lernen. „Außerdem weckt das Singen im Chor ein Wir-Gefühl bei den Kindern.”

Dann zeigt Ranger Engelke den Kindern, was sie im Bach alles finden können. „Ui, ist das kalt”, finden die Kinder, aber Spaß macht es trotzdem.

„Es ist wichtig, dass die Kinder die Natur spielend kennenlernen”, sagt Ranger Engelke. Schließlich seien die Kinder die Generation, die mit dem Nationalpark aufwachse. So könne Verständnis und Begeisterung für den Naturschutz und den Urwald von morgen gefördert werden.

„Viele Kinder gehen durch die Hektik des Alltags nicht mehr so häufig ins Freie”, weiß Kindergartenleiterin Beate Malmes-Gerasch. Dabei können Kinder bei einem Besuch im Wald vieles Lernen, wenn sie Ohren und Augen offenhalten. „Dafür brauchen wir gar kein Spielzeug. Es ist wichtig, die Reize zu reduzieren. Der Wald bietet alles, was man braucht.” Ein Tag in der Natur sei ein bewusst gesetzter Gegenpol zu der sonst so reizüberfluteten Lebenswelt vieler Kinder.

Damit es besonders viel Spaß macht, die Natur zu erleben, können die Kinder mit dem Ergotherapeuten einen Waldführerschein machen. Um den zu bekommen, müssen die Kinder den Wald genau erkunden. Phil hat die erste Aufgabe schon gemeistert. Er hat einen Beutel voll von dem gesammelt, was er im Wald finden konnte und die Übungen an der Motorikwand sind kein Problem. Auch Anna-Lena zeigt, dass sie sich im Wald auskennt. Führerschein bestanden.
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