Engagiert in der neuen Heimat

Von: M. S.
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Ein eingespieltes Duo: Maren Franz und ihr australischer Such-/Rettungshund „Bolle“. Foto: Manfred Schmitz

Strauch. Die Wiedervereinigung Deutschlands – in aller Munde, aber längst noch nicht in Herzen und Köpfen der „alten“ wie „neuen“ Bundesbürger verankert. Ein Beispiel aus Strauch zeigt, wie Integration von Bürgern bis dato völlig unterschiedlicher Gesellschaftssysteme in gegenseitigem Respekt und zu beiderseitigem Nutzen funktionieren kann.

Seit zehn Jahren leben Maren und Roberto Franz in Strauch. Hier sind der Regionalbahn-Lokomotivführer und die Bürokaufrau „zu Hause, wir fühlen uns rundum wohl, von der Dorfgemeinschaft voll und ganz akzeptiert“.

Es gibt wohl keinen stichhaltigeren Beweis für dieses Empfinden als die Tatsache, dass die 37-jährige staatlich geprüfte Betriebswirtin im vergangenen Jahr zur Straucher Ortsvorsteherin gewählt wurde. Dem Simmerather Gemeindeparlament gehört sie zudem als Sachkundige Bürgerin mehrerer Ausschüsse an.

Maren Franz stammt aus der geschichtsträchtigen Landeshauptstadt Brandenburg (Havel), Ehemann Roberto erblickte im sächsischen Radebeul das Licht der Welt.

Die Kommunal-Politikerin gehört der CDU an. Sie kam als Zwölfjährige, 1990, zu Verwandten nach Aachen, nachdem ein Ausreiseantrag von den DDR-Behörden genehmigt worden war. In der Kaiserstadt lernte sich das spätere Paar kennen und lieben. Maren besuchte die Gesamtschule in Laurensberg, eine kaufmännische Ausbildung schloss sich an.

Dann der Umzug in die Nordeifel: „Ich war immer an Kommunalpolitik interessiert. Da traf ich Bruno Löhrer… Diese Begegnung war wegweisend, super. Ich wollte unsere Dorfgemeinschaft aktiv mitgestalten.“

2008 wurde Maren Unionsmitglied, fünf Jahre später ging ihre Karriere bergauf. Parteifreund und Ratsherr Friedel Strauch trug ihr das Amt der Geschäftsführerin im Unions-Ortsverband an; das Votum der Mitgliederversammlung fiel einhellig pro Kandidatin aus.

Maren Franz betrachtet ihr politisches Engagement als „spannende Arbeit, ich kann mich für die Belange unserer Bevölkerung und ihres Heimatortes einsetzen und viel bewirken“.

Ihre zeitaufwändige, ehrenamtliche Tätigkeit hinderte die inzwischen hauptberufliche Lohnbuchhalterin der Glaswerke St. Gobain in Stolberg nicht daran, im besten Sinn und buchstäblich auf den Hund zu kommen (siehe Box).

Blickt die etablierte Maren auf ihre Straucher Jahre, ist sie ihren Nachbarn und der Dorfbevölkerung „dankbar für die große Unterstützung meiner politischen Tätigkeit pro Gemeinwesen sowie die herzliche Aufnahme in die Bürgerschaft. Auch mein Mann steht mir bei Umsetzung meiner Aktivitäten stets hilfreich zur Seite“.

Einen in Zeiten spürbarer Politik-Verdrossenheit freilich schwer zu erfüllenden Wunsch äußert Maren Franz dennoch voller Zuversicht: „Viel mehr junge Menschen als derzeit sollten sich politisch betätigen und unsere Gesellschaft positiv wie zukunftsfähig formen.“

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