Energie-„Dino” Ölheizung hat viel Konkurrenz

Von: Barbara Berger
Letzte Aktualisierung:

Imgenbroich. Noch beziehen die meisten Haushalte in der Nordeifel ihre Wärme aus der Ölheizung, aber der „Dinosaurier” unter den Wärmeerzeugungssystemen hat in den letzten Jahren Konkurrenz bekommen.

Alternative energetische Konzepte, und zwar nicht nur aus dem Bereich der Wärmegewinnung, liegen im Trend, versprechen sie doch nicht nur ökologischen Fortschritt, sondern auch finanzielle Einsparungen, dank intelligenter und effizienter Energiesysteme.

Aber wie genau könnte die energetische Zukunft der Eifel aussehen? Dieser Frage gingen am Freitag die Teilnehmer des „Forum Eifel” in einer Podiumsdiskussion nach, die im Rahmen des 10. Monschauer Wirtschaftstages im Handwerkerinnovationszentrum Monschau (Himo) stattfand. Insgesamt waren elf Referenten aus den Bereichen Energieforschung und -technik eingeladen, die die Teilnehmer, Gewerbetreibende und interessierte Bürger, über neue Technologien, Trends und Entwicklungen im Bereich Energie informierten und für Fragen zur Verfügung standen.

Von dem, „gut besetzten Podium”, versprachen sich Zentrumsleiterin Silke Marczincik und Margareta Ritter, Initiatorin des Abends und zukünftige Monschauer Bürgermeisterin, zum einen „Visionen und Perspektiven” wie „mit Energie Geld gespart” werden könne, zum anderen Konzepte, um diese Ideen auch praktisch umzusetzen. Auf der parallel stattfindenden Ausstellung, konnten regionale Firmen unmittelbar ihre Möglichkeiten aufzeigen, wie sich die vorgestellten Konzepte auch in der Praxis umsetzen lassen. „Schließlich”, bekräftigte Marczincik, „sind wir in der Eifel gut aufgestellt”, das Potenzial, um energetische Neuerungen auch tatsächlich umzusetzen, sei bei den Handwerkern der Region eindeutig vorhanden.

Interessant für Monschau

Rund 100 Anmeldungen habe es im Vorfeld gegeben, sagte Marczincik und zeigte sich erfreut über das rege Interesse, mit dem die Veranstaltung aufgenommen wurde: „Wir wissen, dass der Umgang mit Energie ein aktuelles Thema ist und die Menschen anspricht”, fügte sie hinzu, dies sei auch ein Grund gewesen, weshalb Margareta Ritter das Thema ausgewählt habe. Diese wiederum versicherte, dass auch für die Stadt Monschau „viel Bedarf” an intelligenten energetischen Lösungen existiere.

So ist angedacht die Energieversorgung der Schwimmhalle Monschau, der Elwin-Christoffel-Realschule und der angrenzenden Turnhalle durch ein Blockkraftwerk zu sichern, wodurch gewährleistet wird, dass Strom und Wärme genau da produziert werden, wo sie gebraucht werden. Weiterhin stünde auch die Sanierung des energetisch veralteten Rathauses an, das mit einem „Mix energetisch nach vorne gebracht werden muss”. Mit diesem Mix sprach Ritter auch bereits etablierte Technologien an, wie beispielsweise die Gewinnung von Strom durch Solarenergie.

Während Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der Agit Wirtschaftsförderungsagentur, für Technologietransfer in die Eifel plädierte und Frank Brösse von der Stawag Energie das in dieser Region vorhandene Biomassepotenzial hervorhob, das auch regional genutzt werden solle, erinnerte Dorit Classen vom Institut für wirtschaftliche Ölheizung (IWO) daran, dass auch moderne Heizölsorten, beispielsweise schwefelarmes Heizöl, mit einer schadstoffärmeren Verbrennung durchaus als „umweltschonendes Produkt” anzusehen seien.

Individuelle Entscheidungen

Letztlich bleibt es jedoch dem Verbraucher überlassen, für welche Optionen des Energiesparens er sich entscheidet. Die Experten rieten dazu, sich im Zweifel von Energieeffizienz-Fachbetrieben beraten zu lassen, denn nicht jedes Konzept sei für jeden Kunden passend. Solaranlagen oder Pelletheizungen lassen sich beispielsweise auch nachträglich problemlos einbauen, während die Dämmung von Gebäuden am besten schon bei Neubauten von Anfang an mit eingeplant wird.

Unternehmen, die sich nicht sicher sind, welches Angebot aus der breiten Palette der Energietechnik für sie das Richtige ist, können sich beispielsweise mit Fragen an das Umwelt-Forum der RWTH Aachen, an diesem Abend vertreten von Stephan Muckel, wenden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert