Monschau - Energetische Sanierung: Altenheim wird wieder Baustelle

Energetische Sanierung: Altenheim wird wieder Baustelle

Von: P. St.
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Der Arbeitsbesuch des CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wirtz (Mi.) im Maria Hilf-Stift Monschau war auch mit einem nachträglichen Weihnachtsgeschenk verbunden. Über ein Buchstabenspiel freuen sich nicht nur Oberin Schwester Daisy Maria (li.) und Josefine Klein vom Heimbeirat, auch Geschäftsführer Frank Schade, Werner Wolff, Senioren-Ombudsmann für die Städteregion, Heinrich Jansen vom Kuratorium und Ratsherr Alexander Lenders (v. re.) und zeigen sich interessiert. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Eine Top-Adresse ist das Monschauer Altenheim - und das nicht nur, weil das Stift auf dem Burgberg liegt mit weitem Blick über die derzeit verschneite Altstadt. Durch den umfangreichen Erweiterungs- und Neubau 2006/2007 wurde die Einrichtung wieder in die Lage versetzt, im regionalen Wettbewerb hervorragend zu bestehen.

Die stolze Summe in Höhe von 14,3 Millionen Euro wurde seinerzeit mit erheblicher finanzieller Unterstützung des Landes NRW in das Projekt investiert, auch um damit ein markantes Zeichen für den Standort Altstadt Monschau zu setzen. Immer wieder gelobt wurde seitdem auch die ausgezeichnet gelungene städtebauliche Einbindung in das denkmalgeschützte Gesamtbild der Stadt.

Zu Beginn des Jahres 2010 hofft man nun erneut auf die Hilfe des Landes, denn im Stift muss wieder eine Baustelle eingerichtet werden. Der Altbaubestand, gemeint sind die Häuser St. Antonius und St. Josef, müssen dringend einer energetischen Sanierung unterzogen werden. Vor allem Dächer, Fenster und Außenmauerwerk, befinden sich, was die Wärmedämmung betrifft, nicht mehr in einem zeitgemäßen Zustand. Nach einer Vorermittlung der Kosten wird mit einem Volumen von 800.000 Euro gerechnet.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz möchte sich nachhaltig dafür einsetzten, dass das Land sich mit einem Investitionszuschuss beteiligt. Auch sollen weitere Gespräche mit dem Stift geführt werden. Er ist überzeugt davon, dass das Geld im Stift gut angelegt ist.

Überdurchschnittlicher Standard

Bestärkt in dieser Auffassung wurde er auch nach einer ausgiebigen Besichtigung der Einrichtung, die dank der hohen Investitionen zukunftsfähig gemacht worden sei. Das Altenheim könne inzwischen einen „überdurchschnittlichen Standard” aufweisen mit einer nahezu 100-prozentigen Auslastung. 80 Pflegeplätze, 22 Plätze für Demenzkranke stehen hier zur Verfügung.

Hinzu kommt ein Bereich für betreutes Wohnen mit 17 Plätzen sowie der Trakt für 22 Schwestern der indischen Ordensgemeinschaft, die Sorge dafür tragen, dass im Hause „ein guter Geist” spürbar ist. 60 Prozent der Hausbewohner stammen aus der Nordeifel, die übrigen aus der Städteregion Aachen. Mit 120 Beschäftigten ist das Maria Hilf-Stift zudem der größte Arbeitgeber in der Stadt Monschau.

In der zweiten Phase der Umstrukturierung des Hauses sind nun die genannten energetischen Baumaßnahmen fällig. In den betroffenen Häusern sind die Plätze für betreutes Wohnen und das Schwesternwohnheim.

Heinrich Jansen als Vertreter des Altenheim-Kuratoriums wie auch CDU-Ratsherr und Ex-Ortsvorsteher Alexander Lenders, betonen in diesem Zusammenhang, dass man sich seinerzeit ganz bewusst dafür entschieden habe, das Stift in der Altstadt zu belassen, nachdem es auch Überlegungen gegeben habe, einen Altenheim-Neubau auf der Haag zu errichten. Dann aber hätte es keine Verwendung für den leerstehenden Gebäudekomplex gegeben, was sich äußerst negativ auf das Stadtbild und das Umfeld der Burg ausgewirkt hätte.

Da man aber am vorhandenen Standort festgehalten habe, der naturgemäß wegen der exponierten Lage im Altstadtkern auch höhere Kosten verursache als ein Neubau auf der grünen Wiese, hoffe man auch vor diesem Hintergrund auf eine wohlwollende Unterstützung des Landes.
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