Roetgen/Schmithof - Endspurt gegen die Windkraft

Endspurt gegen die Windkraft

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
Zur Rettung des Münsterwaldes
Zur Rettung des Münsterwaldes geht die Bürgerinitiative Aachen-Süd/Roetgen im Endspurt in die Offensive. Juristische Schritte sind angedeutet worden. Foto: Günther Sander

Roetgen/Schmithof. Für die Bürgerinitiative Aachen-Süd/Roetgen tickt die Uhr zur Rettung des Münsterwaldes unaufhörlich. Es ist längst „Fünf vor zwölf”, denn am kommenden Mittwoch wird der Rat der Stadt Aachen über den Ausbau der geplanten Windkraft die endgültige Entscheidung fällen.

Finstere Minen gab es bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative bei einem Treffen im Restaurant „Zum genagelten Stein”, lautstarke Proteste gegen das Vorhaben waren nicht zu überhören. Das Urteil fällt eindeutig aus: „Die Vernichtung des Münsterwaldes” durch die Mehrheit des Aachener Stadtrates wird befürchtet.

Stellvertretend für die zahlreich anwesenden Mitglieder fährt Joachim Kreitz „schweres Geschütz” auf. Der Lenker und Denker der Initiative wirft der Aachener Politik Arroganz vor, sie werte den Münsterwald, „unsere Heimat”, einfach ab. Fazit: Die „Vernichtung” sei „unwiderbringlich”, obwohl eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht einmal erstellt worden sei. Kreitz spricht von einem „Gefälligkeitsgutachten”, gegen das man rechtliche Schritte einleiten werde. Man sei gezielt dabei, die „Festplatte der Erde zu löschen”, denn bei Alibi-Veranstaltungen habe sich gezeigt, dass man aus „Stuttgart 21” aber auch gar nichts gelernt habe.

Zweifelhafte Sach- und Fachkenntnisse, begleitet von fragwürdigen Gutachten, verführten infolge von „Falschinformationen” die Mehrheit des Aachener Rates möglicherweise zu einer fast nur von Geldgier geprägten Entscheidung, den Münsterwald als Naherholungsgebiet der Bevölkerung inner- und außerhalb Aachens, sowie Lebensraum vieler Tierarten (Schwarzstorch, Rotmilan, Uhus, Fledermäuse) dem „schnöden Mammon” zu opfern, indem dort ein Windpark mit sage und schreibe 185 Meter hohen Windrädern errichten werden soll.

Joachim Kreitz bilanzierte dazu: Es würde das Aus, respektive Todesurteil, für den Aachener Münsterwald bedeuten. Das sei ein „Politskandal erster Güte, und das alles zum Wohle des Volkes?”, fragte Kreitz in die Runde.

Das Gebiet Avantis im Aachener Norden sei zigmal besser geeignet als der Münsterwald, doch hier würden Steuergelder weiter verschleudert.

Das Gutachten verschleiere die Wahrheit, es enthalte „falsche Fakten”, denn zahlreiche Tiere, die auf der „Roten Liste” stünden, fänden darin keine Berücksichtigung oder seien einfach „nicht gesichtet worden.” Man vermisse den „gesunden Menschenverstand.” Es sei absolut nicht nachvollziehbar, Windräder von 200 Metern Höhe im Münsterwald zu errichten. Damit würden Konflikte vom Zaun gebrochen, denn es seien alles halt nur „Bürgerverärgerungsprogramme”, war in der großen Runde nicht zu überhören. „Gefälligkeitsgutachten” seien falsch, man wolle juristische Schritte einleiten, denn in Aachen „stehe man auf einem dünnen Eis”, hieß es weiter, denn das Gutachten gehe klar an der Realität vorbei. Es gehe den Befürwortern nur darum, „auf Biegen und Brechen Fakten schaffen”.
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