Endspurt für Eifeler Fastelovendsjecken

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Nicht nur in den Eifeler Karnevalshochburgen haben am Fettdonnerstag bei den Altweiberbällen die Frauen das Zepter in der Hand. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Nordeifel. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge müssen die Karnevalsjecken nun allmählich zur Kenntnis nehmen, dass mit den sogenannten tollen Tagen von Fettdonnerstag bis Veilchendienstag zwar die Höhepunkte der fünften Jahreszeit anstehen, zum anderen jedoch der Spaß bald vorbei ist. Rasend schnell ging das im Vergleich zur letzten Session, die zwei Wochen länger dauerte. Nun wird bereits am 17. Februar das letzte Konfetti in die Luft gejagt, und dann ist auch diese Session zur Freude der Anti-Karnevalisten Geschichte.

Davor kann aber nochmals kräftig abgefeiert werden. Dies geschieht zunächst einmal am Morgen des Fettdonnerstag Punkt 11.11 Uhr bei den traditionellen Schlüsselübergaben in den Rathäusern von Monschau und Simmerath.

Da am Amtssitz von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns alle sieben Vereine aus dem Gemeindegebiet aufmarschieren, um ihm den Schlüssel zu entreißen, dürfte in Simmerath wie jedes Jahr das größte Aufgebot von uniformierten und kostümierten Karnevalisten aufmarschieren. Für beste musikalische Unterhaltung hat Karl-Heinz Hermanns im Übrigen gesorgt, da er „Die Jecke“ von den Kester Lehmschwalbe „verpflichten“ konnte.

Anschließend kehren die Abordnungen der Vereine zu ihren Ursprungsorten zurück bzw. wechseln zum Weiterfeiern in den Saal Wilden.

Bei der Rathausstürmung in Monschau ist die Zahl der uniformierten Jecken nicht ganz so groß. Bürgermeisterin Margareta Ritter muss sich „nur“ mit einer Gesellschaft, der KG Biebesse aus Höfen, um den Schlüssel der Stadt rangeln, was dem allgemeinen Vergnügen jedoch keinen Abbruch tut.

In Roetgen finden die vorgenannten Schlüssel-Modalitäten im Rüetschener Festzelt auf dem Wervicq-Platz statt. Für Bürgermeister Manfred Eis in diesem Jahr im Übrigen eine besondere Zeremonie, da er zum letzten Mal die Schlüsselübergabe vornimmt. Im Roetgener Festzelt wird danach wie üblich bis zum Abwinken gefeiert.

In Imgenbroich wird in diesem Jahr ab 11.11 Uhr ausschließlich im Bürger Casino gefeiert, wo die Ömscher Jonge augenzwinkernd in Richtung Großveranstaltungen mit schnellem Bier, sauberen Sanitäranlagen und trockenen Räumen werben. Sicher eine Alternative für alle, die es etwas gemütlicher mögen, wobei auch im Casino sicher reichlich abgetanzt und gefeiert wird.

Zum Altweiber-Jugendball in die Eicherscheider Tenne wird es ab 18 Uhr wieder eher die jüngeren Jecken ziehen, so dass der dortige Narrentempel sicher aus allen Nähten platzen wird. Ob auf der Altweiberfete in Lammersdorf (14.11 Uhr) im größten Zelt der Region der gleiche Andrang wie in den Vorjahren herrschen wird, bleibt abzuwarten. Nach der allgemeinen Unzufriedenheit im letzten Jahr bezüglich der Getränkeversorgung haben die Verantwortlichen allerdings Besserung gelobt. Die Band „Silvermoon“ soll dafür sorgen, dass bei den Bessemsbengern weiter der Bär brummt.

Mit diesen Problemen braucht man sich in Kesternich nicht zu beschäftigen. Beim „Weiberfest im Schwalbennest“ (14 Uhr) der Lehmschwalbe dürfte in angenehmer Atmosphäre und mit dem tollen Sound von „Melano“ erneut die Post abgehen. Hier hat die Resonanz in den letzten Jahren stetig zugenommen. Im Schützenhof in Schmidt wird laut Veranstalter ganztägig gefeiert.

Die Jecken, die am Karnevalsfreitag noch Kräfte haben, sollten auf jeden Fall nicht den Möhneball des Musikvereins „Eintracht“ in Mützenich verpassen (21 Uhr). Für echte Karnevalisten ein fester Termin, da im „Nassenhof“-Saal noch echte Möhne zu finden sind.

Im Bürgerhaus in Mulartshütte beginnt um 18 Uhr ein karnevalistischer Abend, zu dem der Bürgerverein fünf Karnevalsvereine aus der Region erwartet.

Start für die jecken Züge

Am Nelkensamstag beginnt das närrische Treiben um 14 Uhr in Schmidt, wo die Schmedter Grielächer zu ihrem Karnevalszug laden.

Am Abend gehen dann in allen Narrenhochburgen der Nordeifel ab 20 Uhr die Prinzen- und Kostümbälle über die Bühne. Die KG Roetgen startet den „Hofball seiner Tollität“ bereits um 19.11 Uhr und in Eicherscheid beginnt in der Tenne der karnevalistische Abend um 19.30 Uhr.

Die einzige Sitzung des Tages findet in Imgenbroich statt. Im Zelt neben dem Casino dürfen sich auch Auswärtige zur viel gepriesenen Lumpensitzung (20 Uhr) einfinden, wo wieder ein kurzweiliges Programm ansteht.

Am Karnevalssonntag geht es ab 10.30 Uhr im Festzelt in Kesternich mit dem traditionellen Frühschoppen und einem Stelldichein vieler Vereine los. Ab 11 Uhr kann man auch im Lammersdorfer Zelt schon ein Bierchen oder Erbsensuppe genießen, um dann übergangslos ab 14.30 Uhr zur Sitzung für Jung und Alt zu wechseln.

Der Tulpensonntagszug in Simmerath (14 Uhr) ist sicher die größte Veranstaltung, die an diesem Tag ansteht. Ein wenig kleiner dürfte der zum gleichen Zeitpunkt in Einruhr/Erkensruhr startende Zoch der Ruscher Breybrobbele sein. Auf Monschauer Gebiet startet der Straßenkarneval am „Kaisersaal“ und an der „Bodega“ in Imgenbroich um 15 Uhr, und der Zug in der Altstadt von Monschau um 16 Uhr. In der Vereinshalle in Kalterherberg startet um 20 Uhr der Kostüm-Beatball.

Beim Höhepunkt des Karnevals, dem Rosenmontag, stehen in unserer Region vier große Umzüge an. In Höfen, Roetgen und Kesternich setzt sich der Zoch jeweils um 14 Uhr in Bewegung. In Lammersdorf zum großen Zoch der Bessemsbenger fällt der Startschuss um 14.30 Uhr. Und natürlich startet auch in Kalterherberg (14 Uhr) ein Zoch.

Bei allen Zügen heißt es danach: After-Zoch-Party und ab zum Feiern in den Saal oder ins Zelt. Eine Zugheimkehrer-Party wird in Eicherscheid ab 18.30 Uhr in der Tenne geboten, während man im Antoniushof in Rurberg am Abend beim Prinzen- und Kostümball abfeiern kann.

Am Veilchendienstag erfolgt schließlich der Endspurt in Sachen Züge. Die Rollesbroicher Klev Botze eröffnen an diesem Tag den Zoch-Reigen (11.11 Uhr). Der Veilchendienstagszug der KV Kiescheflitscher startet in Rurberg um 14 Uhr. Und in Eicherscheid wird sich der Zoch ab der Tenne um 14.11 Uhr in Bewegung setzen. Um 17 Uhr schlagen dann in Höfen nochmals die Biebesse zu, die im KG-Heim ihr Ordensfest feiern.

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