Endspurt bei der KuK-Fotoausstellung

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Die Fotografien von Ken Heyman sind noch bis Sonntag, 3. April, im KuK Monschau für alle Interessierten zu sehen. Foto: Ken Heymann

Monschau. Im Kunst- und Kulturzentrum Monschau (KuK), Austraße 9, Monschau, besteht an diesem Wochenende ein letztes Mal die Möglichkeit, die Fotografien von Ken Heyman zu bestaunen.

Die eigens für das KuK zusammengestellte Ausstellung spannt einen Bogen von Ken Heymans Pop-Art-Fotografien bis zu Arbeiten aus den Serien Willie in New York und World‘s Family. Seine berühmten Werke waren schon in vielen renommierten Museen weltweit zu sehen. Sie sind ein wichtiges Dokument für den Aufbruch in der US-amerikanischen Kunst der frühen 1960er Jahre.

Allein am Osterwochenende konnte das KuK rund 400 Besucher zu dieser Ausstellung begrüßen. Speziell für das Abschlusswochenende gibt es deshalb verlängerte Öffnungszeiten: Am heutigen Samstag sowie morgigen Sonntag (2. und 3. April) ist die Ausstellung im KuK, Austraße, von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist Heymans fotografische Dokumentation der Pop-Art, die rade erst ihre Geburtsstunde erlebt. Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg, James Rosenquist, Andy Warhol, Tom Wesselmann – die späteren Heroen der Kunst und der Hochglanzmagazine, hier sind sie noch die unverbraucht, gleichwohl selbstbewusst wirkenden jungen Männer mit ganz typischen Charaktereigenschaften. Warhols spätere Obsession zur Selbstinszenierung scheint sich bereits mit dem kecken Blick in die Kamera und einer perfekt wirkenden Positionierung geradezu anzukündigen.

1963 erblickt Heyman in einem Hauseingang in einer Nebenstraße der Lower West Side in New York einen Menschen, der ihn auf Anhieb berührt – er widmet ihm eine regelrechte fotografische Doku-Serie, die an sechs Tagen innerhalb von zwei Monaten entsteht: Es ist der vierjährige Willie, Sohn einer Prostituierten, dessen Leben sich fast vollkommen auf der Straße, vor grau-schwarzen Häuserblocks abspielt.

„Es sind Momentaufnahmen, die Willies Fantasie zeigen, seine Suche nach Verständnis, seinen Kampf um Akzeptanz und Liebe, und die Freude und Aufregung, die seine Straße ihm bot“, kommentierte der Fotograf selbst so treffend seine Willie-Serie, die das kleine, und doch so große Glück im simplen Alltag auf berührende Weise eingefangen hat.

1958 gelingt Heyman der Durchbruch als Porträtfotograf mit sehr intimen, privaten Aufnahmen des als absolut störrisch und ablehnend geltenden Ernest Hemingway. Das Porträt mit der Katze ist Heymans Lieblingsbild.

Im Laufe seiner langen Karriere fotografiert Ken Heyman über hundert bekannte Persönlichkeiten aus allen Bereichen – Politiker, Schauspieler, Schriftsteller und bildende Künstler, darunter Audrey Hepburn, Marilyn Monroe, Anthony Quinn und Pablo Picasso.

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