Endlich: Neue K34 für Verkehr freigegeben

Von: Jutta Geese
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Und schnipp! Städteregionsrat
Und schnipp! Städteregionsrat Helmut Etschenberg (3.v.l.) und Würselens Bürgermeister Arno Nelles (4.v.l.) zerschneiden das Band, assistiert von (v.r.) Christiane Karl (stellvertretende Städteregionsrätin), Staatssekretär a.D. Achim Großmann, Baudezernent Uwe Zink, den Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers und Axel Wirtz sowie dem Vorsitzenden des Bauausschusses der Städteregion, Walter Welter.

Würselen. Was lange währt, wird endlich gut, wird manch ein Einwohner von Würselen-Broichweiden am Freitag bei der Freigabe der neuen Kreisstraße 34 gedacht haben. Schließlich ist die erste Planskizze bereits vor gut 22 Jahren gezeichnet worden.

Schon damals haben die von Lärm und Abgasen geplagten Bürger eine Ortsumgehung gefordert. Jetzt endlich, nach vielen Querelen auch in jüngster Vergangenheit, ist sie fertig, die sogenannte Osttangente, die das Gewerbegebiet Aachener Kreuz mit dem Flugplatz Merzbrück und der Autobahn 44 verbindet.

Wichtig für Flugplatz

„Das ist mehr als eine schlichte Straße, die wir hier freigeben”, erklärte denn auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Nicht nur, weil es das größte Straßenbauprojekt der vergangenen Jahre im Altkreis Aachen sei, fügte er hinzu. Und nicht nur, weil die Straße eine „enorme Bedeutung für die Menschen in Broichweiden” habe, wo sich bislang täglich 15.000 Fahrzeuge, darunter etliche Lastwagen, mitten durch den Ort quälen - viele davon mit Start oder Ziel Gewerbegebiet. Auf rund 10.000 soll die Zahl durch die K 34 gedrückt werden.

Nein, wichtig ist die neue Straße laut Etschenberg vor allem für die Entwicklung des künftigen Gewerbegebiets rund um den Flugplatz Merzbrück: „Das ist neben dem RWTH-Campus in Aachen ein entscheidendes Zukunftsprojekt für Arbeitsplätze in der Region.” Er sei sich „absolut sicher”, dass sich rund um den Flugplatz ein florierender Gewerbestandort entwickweln werde. Entscheidend für den Erfolg sei eine gute verkehrliche Anbindung.

„Und eine bessere Lage als hier wird man kaum finden können”, meint Etschenberg - mit direktem Autobahnanschluss, Flugplatz und in spätenstens zwei Jahren mit der Euregiobahn Anschluss an das Schienennetz. Und dass die K 34 das Gewerbegebiet Aachener Kreuz mit dem künftigen verbindet, eröffnet laut Etschenberg weitere Chancen: „In 20, 30 Jahren wird man gar nicht mehr zwischen den beiden Standorten unterscheiden können, dann werden sie zu einem großen Gewerbegebiet zusammengewachsen sein.” „Würselen ist Zentrum und Impulsgeber für eine starke Entwicklung der Städteregion”, sagte Etschenberg.

Worte, die Würselens Bürgermeister Arno Nelles mit Freuden vernahm, aber auch gleich in Richtung Städteregion und andere Partner bei der Entwicklung des geplanten Gewerbegebietes am Flugplatz mahnte: „Es ist nun unsere Aufgabe, diese Chancen gemeinsam zu nutzen.”

Die neue Straße jedenfalls ist auf die Zukunft hin gebaut, erklärte Uwe Zink, Baudezernent der Städteregion. So ist beim Bau der sechsspurige Ausbau der A 44 ebenso berücksichtigt worden wie der geplante Haltepunkt der Euregiobahn. Und ausgelegt ist die K 34 auf prognostizierte 12.000 Fahrzeuge pro Tag.

Einen Namen hat die neue Straße bislang noch nicht. Doch das wird sich wohl bald ändern. Die CDU-Fraktion im Städteregionstag will eine Anregung aus der Bevölkerung aufgreifen, die K 34 in „Adolf-Lengersdorf-Straße” zu benennen, sagte deren Chef Klaus Dieter Wolf gestern. In Erinnerung an den langjährigen CDU-Ratsherrn in Würselen und Kreistagsabgeordneten, der sich vor allem um die Jugend verdient gemacht hat, etwa als Leiter der Rodaschule in Herzogenrath oder als Mitbegründer des Vereins für allgemeine und berufliche Weiterbildung, der sich um die Integration benachteiligter Jugendlicher kümmert, sowie des Euregiokollegs.

Sechs Kreisverkehre auf 2,5 Kilometer Länge

Nach zweijährige Bauzeit ist die neue Kreisstraße 34 nun für den Verkehr freigegeben worden. Einige Daten zu dem Projekt:

Gebaut wurden 2,5 Kilometer Straße, sechs Kreisverkehre, eine neue Bahnbrücke, eine Unterführung der Autobahn 44, 1200 Meter Radweg sowie ein Pendlerparkplatz mit 130 Stellplätzen.

Die Fahrbahn ist sieben Meter breit, der Radweg zwischen 2,50 und drei Meter. Die Bahnbrücke ist 21 Meter lang und 11,5 Meter breit. Die Autobahnunterführung hat eine Länge von 53 Metern und eine Breite von zehn Metern.

Die Gesamtkosten betragen rund 11,5 Millionen Euro, die Baukosten liegen bei etwa 8,5 Millionen Euro.

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