Endausbau: Straßen sollen einfach und schmal bleiben

Von: ag
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Breiter werden die Straßen in Huppenbroich nicht. Der Straßenrand soll aber künftig mit Schotterrasen befestigt werden. Foto: A. Gabbert

Huppenbroich. Der Endausbau der Straßen in Huppenbroich soll in diesem Jahr fortgesetzt werden. Die Planung wurde jetzt in der jüngsten Sitzung des Tiefbau-,Verkehrs- und Denkmalausschusses der Gemeinde Simmerath vom Ingenieurbüro Linscheidt vorgestellt.

Im Jahr 2015 waren die Chantrainstraße, die Weiherstraße, die Kapellenstraße und die Tiefenbachtalstraße an der Reihe. Nun soll der Ausbau der Straßen Kuhl, Viktoriastraße, Im Schöllchen, Mühlenknippstraße, Trift und Triftstraße erfolgen. Dazu wird es im Februar eine Bürgerinformationsveranstaltung geben.

Diese Straßenbaumaßnahmen sind anliegerbeitragspflichtig, „da diese Straßen grundlegend erneuert und darüber hinaus verbessert werden“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. Weiter heißt es, die Erhebung der Anliegerbeiträge sei spätestens für das Jahr 2017 vorgesehen, „wobei hierbei auch die Kosten des Vorausbaus mitveranlagt werden“.

Die Ankündigung der Umsetzung der Gesamtmaßnahme hatte bereits im vergangenen Jahr für Diskussionen im Dorf gesorgt. Mit dem Vorausbau der Straßen war schon im Rahmen der Kanalisierung in den Jahren 2002 und 2003 begonnen worden. Dann geschah lange nichts mehr. Im Jahr 2012 wurden dann Mittel für den Endausbau in den Haushalt eingestellt, aber aufgrund von Sparmaßnahmen immer wieder verschoben wurde. Im Jahr 2015 wurden dann die oben genannten Straßen in einem ersten Bauabschnitt ausgebaut.

An den Stellen, wo die Straßen keine Schäden aufweisen, soll nur eine neue Deckschicht aufgetragen werden. An den anderen Stellen sind größere Maßnahmen erforderlich.

Politik und Verwaltung präferieren die kostengünstigste Ausbauvariante mit prognostizierten Baukosten von rund 280.000 Euro. Auf die Anlegung von Stellplätzen, Randeinfassungen und Gehwegen soll aus Kostengründen wie schon beim ersten Teilabschnitt im Jahr 2015 verzichtet werden. Damals hatten die Bürger eine vorgesehene Randsteinbegrenzung abgelehnt.

Jens Wunderlich (CDU) sprach im Ausschuss, wie auch bereits schon an anderer Stelle, von einer „vertanen Chance“. Er hätte sich für das Ortsbild eine Einfassung mit Randsteinen gewünscht, dies sei aber im ersten Bauabschnitt von den Bürgern abgelehnt worden, daher müsse auch im zweiten Abschnitt aus Gründen der Gleichbehandlung darauf verzichtet werden.

Da die Straßen in Huppenbroich eher schmal sind und an vielen Stellen im Begegnungsverkehr auf den Straßenrand ausgewichen werden muss, soll dieser mit Schotterrasen befestigt werden. Wunderlich fragte nach den Mehrkosten für einen breiteren Ausbau der Straßen. Das wurde von der Vertreterin des Ingenieurbüros kritisch gesehen. Dafür sei ein Vollausbau nötig, der mit deutlich höheren Kosten verbunden wäre, erklärte sie.

Marc Topp (SPD) befürchtete eine rasche Auswaschung des Schotterrasens, nicht zuletzt auch durch Traktoren, und regte an, eine andere Lösung zu suchen. Er schlug den Einsatz von Waben aus Hartplastik vor. Topp verwies auf negative Erfahrungen in anderen Orten mit der Auswaschung des Schotters. „Das ärgert die Bürger und den Bauhof“, sagte Topp. Wunderlich blickte auf die Zeit des Kanalbaus in Huppenbroich zurück. Damals sei eine Verbreiterung der Straßen beim Endausbau geplant gewesen. „Jetzt haben wir das Problem, dass der Ausbau teuer würde“, sagte er. Man habe sich in beiden Bauabschnitten für die günstigste Ausbauvariante entscheiden, damit die Bürger möglichst wenig belastet würden.

Wunderlich wies darauf hin, dass an der Verlängerung der Trift die Ausweisung von Bauland vorgesehen sei. Deshalb beantragte er, dort jetzt auf den Ausbau zu verzichten, „damit die Anleger nicht doppelt belangt werden“. Daher solle man die Maßnahme an dieser Stelle aufschieben, bis klar sei, wo die Baugrundstücke entstehen werden. Dies sei mit den Anwohnern zu klären.

Marc Topp (SPD) erklärte, in der Vergangenheit seien Dinge „unglücklich gelaufen“, nun sei es aber Zeit, „nach vorne zu schauen“. Ansonsten gelte es abzuwarten, „was bei der Bürgerinfo rumkommt“.

Die Mitglieder des Ausschusses stimmten einer Rückstellung des Ausbaus an der Verlängerung der Trift zu. Sie beschlossen die bauliche Umsetzung der Maßnahme und die Verwaltung zu beauftragen, die Planung in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorzustellen.

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