Emil Sorge: Ein Künstler geht unbeirrbar seinen Weg

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Monschau. Mit der aktuellen Ausstellung „Schwarzes Haus - Rotes Haus”, zeigt das Kunst und Kulturzentrum der Städteregion Aachen in Monschau (KuK) einen imposanten Überblick über die gesamte Bandbreite des künstlerischen Schaffens von Emil Sorge.

Ob es sich dabei um Holzschnitte, Malerei oder (Leucht-)Skulpturen handelt - der in Stolberg-Breinig lebende Künstler überzeugt immer durch seine autonome Wertigkeit. Dabei ist es ihm wichtig, dass die verschiedenen Gattungen nicht bewertet, sondern gleichwertig betrachtet werden.

Seine akademische Trennung von Malerei, Zeichnung und Skulptur weiß zu begeistern; Emil Sorge brilliert als gereifte Künstlerpersönlichkeit, die unbeirrbar ihren Weg geht. Mainstream ist seine Sache nicht. Er konzentriert sich stets auf den Menschen, seine Mythen und seine transzendentale Ausrichtung zum Thema.

Gespräch statt Laudatio

Zur Ausstellungseröffnung begrüßte Dr. Nina Mika-Helfmeier, Leiterin des KuK, neben vielen Gästen auch Sabine Rother. Die Aachener Journalistin stellte Emil Sorge mit einem interessanten Gespräch vor. „Ich arbeite gerne zurückezogen, brauche dann aber auch wieder den Kontakt zu Menschen”, so der Künstler über sich selbst. In Anspielung auf die ausgestellte Haus-Skulptur gestand er: „Seit ich mit Lichtinstallationen arbeite, habe ich das Gefühl mit dem Universum Kontakt aufgenommen zu haben.”

Von Sabine Rother auf die wilde Düsseldorfer Zeit Ende der 1970er-Jahre angesprochen, in der auch er als junger Künstler vieles auf den Kopf gestellt hat, gestand er, sich den Drive bewahrt haben zu wollen. „Ob mir das gelingt? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es!”

Freundschaften sind ihm sehr wichtig. Auch seine Kontakte zu Künstlergruppen, in denen er im Laufe seines bisherigen Künstlerlebens mitgewirkt hat. „Heute ist es das alles ruhiger geworden. Ich schaue auf diese Zeiten zurück, wie auf eine schöne Kindheit.”
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