Elternbeiträge decken Kosten der Offenen Ganztagschule nicht

Von: ag
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Symbol Geld Haushalt Münzen Symbolfoto: dpa/Tobias Hase
Nach derzeitigem Stand werden für das Schuljahr 2015/16 Elternbeiträge in Höhe von insgesamt 101.400 Euro gezahlt. Symbolbild: dpa

Roetgen. Dass in der Gemeinde Roetgen überdurchschnittlich viele wohlhabende Menschen leben, zeigt sich auch bei der Verteilung der Elternbeiträge für die Offene Ganztagsschule. Insgesamt 89 Kinder besuchen in Roetgen die Offene Ganztagsschule. Die meisten Eltern müssen den höchsten Beitrag bezahlen.

„Es ist spannend zu sehen, dass die meisten Kinder von Eltern aus der höchsten Einkommensgruppe angemeldet wurden“, sagte Wolfgang Schruff (PRB) jetzt in der Sitzung des Bildungs-, Generationen-, Sozial- und Sportausschusses. Das sei nicht spannend, sondern traurig, entgegnete Silvia Bourceau (UWG). „Das liegt daran, dass Normalverdiener sich das nicht leisten können. Dann lohnt sich das Arbeiten nicht mehr“, erklärte die Fraktionsvorsitzende der UWG. Daher werde das „Mittelfeld“ nicht bedient.

Nach derzeitigem Stand werden für das Schuljahr 2015/16 Elternbeiträge in Höhe von insgesamt 101.400 Euro gezahlt. In dem Kooperationsvertrag mit „In Via Aachen e.V.“ wurde die Zahlung einer Pauschale in Höhe von 75 Euro monatlich pro Kind vereinbart. Also werden im Schuljahr 2015/16 insgesamt 80.100 Euro an den Träger der Maßnahme gezahlt.

Damit könnte sich nach derzeitigem Stand ein Überschuss in Höhe von 21.300 ergeben. Dies sei durch die erhöhte Zahl von Betreuungsverträgen zu erklären, bei denen der Elternbeitrag einer hohen Einkommensgruppe gefordert wird, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Trotzdem muss die Gemeinde oben drauf zahlen. Der Überschuss reicht zur Deckung der Betriebskosten des Betreuungsangebots nicht aus. Die Forderung der Bezirksregierung nach einem kostenneutralen Betrieb der Betreuung wird also nicht erfüllt.

Silvia Bourceau verlangte Zahlen, um ergründen zu können, wie sich die Kosten zusammensetzen. „Was müssten die Eltern zahlen, damit es kostendeckend ist?“, fragte Wolfgang Schruff und beantragte den Träger des Maßnahme im Ausschuss anzuhören.

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