„Elektrobad“: Coole Musik am Rurberger Badestrand

Von: hes
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Ein Hauch von Festivalstimmung wehte am Samstag über den Rursee, als meist junge Menschen zur Musik der angesagtesten Szene-Discjockeys tanzten oder einfach auf den Wiesen chillten. Foto: Heiner Schepp

Rurberg. Der bedeckte Himmel am Morgen deckelte die Besucherzahlen ein wenig. Ansonsten aber war man seitens der Veranstaltergruppe hochzufrieden mit dem dritten „Elektrobad“, einer ganztägigen Open-Air-Tanzveranstaltung für die Freunde elektronischer Musik am Rursee in Rurberg. Auf 400 bis 500 Gäste schätzte Philipp Thull vom Aachener Veranstalterteam Thull-Promotion das Besucheraufkommen über den ganzen Tag verteilt.

Gehofft hatte man bei optimalem Wetter auf 600 bis 800 meist junge Musikfreunde. „Der bedeckte Vormittag aber ließ weniger Leute als erhofft in die Shuttlebusse steigen, die um 12 und 14 Uhr ab Aachen in Richtung Eifel starteten“, so Thull.

Immerhin blieb so genügend Platz, um auf der großen Wiese am Freibad ein lauschiges Plätzchen zum Chillen zu finden oder auf der abgesteckten Tanzfläche vor den riesigen Boxen abzutanzen. Die Lautsprecher waren so ausgerichtet, dass sie nicht direkt die Besucher des Freibades beschallten, wobei die für diese Musik typischen Bässe natürlich durch den gesamten Talkessel wabberten. „Da gab es zwei, drei Beschwerden und eine Gästegruppe, die wegen der Musik nach Hause gefahren ist – das war‘s dann aber auch“, meinte eine der von der Gemeinde eingesetzten Ordnungskräfte.

Ansonsten aber störte sich kaum jemand an der rhythmischen Beschallung, im Gegenteil: „Ich finde das hat was. Sommer, Sonne, See und dazu die Musik als Untermalung“, meinten zwei ältere Damen und eine Mutter freute sich: „Meine Söhne finden‘s klasse. Sie haben sogar schon getanzt!“

Vor dem Hintergrund, den Tourismus in der Eifel und am Rursee speziell noch mehr für junge Zielgruppen anzukurbeln – Stichwort Jugendgästedorf „Neue Mitte“ Woffelsbach – sind Veranstaltungen wie „Elektrobad“ kein schlechter Beitrag. Und wenn sich der Veranstalter an die Auflagen der Simmerather Ordnungsbehörde hält, ist niemandem geschadet.

„Wir haben alles picobello aufgeräumt, den Müll beseitigt, und es ist niemand aus der Reihe getanzt“, sah Philipp Thull die Hausaufgaben des Veranstalters gemacht und hatte ein Lob für die Gemeinde Simmerath parat: „Da kann sich Aachen mal ein Beispiel an der Eifel nehmen.

In Aachen werden uns solche Open Air-Veranstaltungen regelmäßig nicht genehmigt; hier ist es, bei Einhaltung der Auflagen natürlich, überhaupt kein Problem“, freute sich der Mitorganisator der nicht kommerziellen Veranstaltung. Die Kosten werden über den Getränkeverkauf gedeckt, „und der Kiosk hat, glaube ich, an diesem Tag auch noch ganz gut verdient“, bilanzierten Thull und seine Mitstreiter eine runde Sache.

Deshalb wird es das „Elektrobad“ wohl auch im kommenden Jahr geben – und wer weiß, vielleicht scheint dann die Sonne ja schon morgens.

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