Eiserbachsee: Winterfrost soll starke Verkrautung ausfrieren

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Damit der Winterfrost den Eise
Damit der Winterfrost den Eiserbachsee auf natürliche Weise entkrauten kann, wird der Pegel vorübergehend um fünf Meter gesenkt. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. Im Eiserbachsee waren in den vergangenen Jahren verstärkt Verkrautungen mit Hornkraut und Wasserpest (Elodea) festzustellen. Mit einer Absenkung des Stausees rückt der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) jetzt diesem starken Bewuchs mit Wasserpflanzen zu Leibe.

Durch die günstigen Witterungsbedingungen im Frühjahr und im Sommer haben die Verkrautungen noch einmal stark zugenommen, so der WVER.

Bereits im November habe man mit einer Entkrautung begonnen, unterstützt von Tauchern und Anglern, so der Verband. Es habe sich aber gezeigt, dass die Pflanzen bis zu fünf Metern Tiefe unterhalb des Stauziels von 279,54 Metern über Normalnull reichten. Deswegen senkt der Verband jetzt den Stauspiegel für einen längeren Zeitraum um genau diese fünf Meter ab. Dadurch kann der Winterfrost die nicht mehr durch das Wasser geschützten Wurzeln ausfrieren.

Die Absenkung erfolgt über den Grundablass des Eiserbachdammes in den relativ leeren Hauptsee hinein. Pro Tag wird der Pegelstand dabei um maximal einen Meter fallen. Vom derzeitigen Stauinhalt von 240.000 Kubikmetern Wasser werden 130.000 Kubikmeter abgelassen. Nach Ende der Frostperiode, spätestens ab Ende März, wird der Stauspiegel wieder angehoben. Die Maßnahme ist mit der Bezirksregierung in Köln abgestimmt.

Der Eiserbachsee, der zusammen mit dem Hauptsee und dem Obersee das Stausystem der Rurtalsperre Schwammenauel bildet, wird von Freizeitanglern genutzt und ist Bestandteil des „Rurseezentrums” der Gemeinde Simmerath. Er steht daher im Sommer in ausgewiesenen Bereichen auch zum Schwimmen zur Verfügung.
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