Eis und Kaltgetränke beim sonnigen Herbstmarkt

Von: Max Stollenwerk
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Massenandrang im Simmerather Ortskern: Am Sonntag war zu den Stoßzeiten an manchen Stellen des Herbstmarktes ein Durchkommen kaum möglich. Foto: Max Stollenwerk
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Auch wenn die Pflaumenernte in der Eifel in diesem Jahr eher spärlich ausgefallen war, gab es auf dem Simmerather Herbstmarkt genügend Vorrat.

Simmerath. Menschenmassen schoben sich durch die Simmerather Straßen, lange Schlangen bildeten sich an den Softeis-Ständen und den Simmerather Eisdielen und die Sonne strahlte ununterbrochen vom blauen Himmel: Das waren drei typische Merkmale, die den traditionellen Simmerather Herbstmarkt in diesem Jahr prägten.

Zur Eröffnung des Marktes am Samstag öffneten ein paar Imbissstände bereits ihre Tore und lockten bei milden Temperaturen einige Gäste in das Ortszentrum von Simmerath. Der Marktsonntag geizte ebenfalls nicht mit Sonne und wartete mit hohen Temperaturen von über 20 Grad auf.

Bereits in den Morgenstunden starteten die Geschäfte vielversprechend, während am nahe gelegenen Rursee ebenfalls großer Andrang herrschte. So war auch die Blechlawine zu erklären, die sich von Aachen in Richtung Eifel bildete und nur gemächlich vorwärtskam. In dieser waren zahlreiche Autos aus den Niederlanden und Belgien auszumachen, die den Markt stets gerne besuchen.

Es knubbelt sich am Imbiss

Viele Tausende Besucher strömten über das Marktgelände, nachdem die Suche nach einem Parkplatz erfolgreich beendet wurde. Und besonders vor den Eisdielen, Getränkeständen und Imbissbuden bildeten sich zeitweise extreme Schlangen. Während sich auf der Hauptstraße die Massen knubbelten, genossen Herbert und Annelie Wilden aus Simmerath den Ausblick von der Sonnenterrasse der kürzlich eröffneten Nobis-Filiale in Simmerath.

„Wir gehen jedes Jahr auf den Markt und warten schon immer darauf, dass der Markt beginnt“, sagte Annelie Wilden, die bereits als Dreijährige zu Gast auf dem Markt war. An diesem Sonntag hatten sich die beiden einen Premium-Platz gesichert und tankten dort reichlich Sonne.

Das neue Trend-Spielzeug, der sogenannte „Fidget Spinner“, der auf dem Frühjahrsmarkt noch der Renner war, war fast komplett von der Bildfläche verschwunden. In der Mitte des Gerätes befindet sich ein Kugellager, während die äußeren Flügel mit Gewichten versehen werden und zwischen Daumen und Zeigefinger genommen werden müssen, um durch Drehen eine Rotation zu erzeugen.

Dieses besonders bei den jüngeren Besuchern so beliebte Spielzeug war kaum mehr zu sehen. Schleppender schienen die Geschäfte ebenfalls für die Verkäufer von Weihnachtsdekoration, Wintersachen und Thermo-Socken anzulaufen, die bei Sonne pur nicht allzu hoch im Kurs standen. Vielmehr wurden T-Shirt und kurze Hose noch einmal aus dem Schrank geholt.

Sehr zufriedenstellend liefen die Geschäfte zeitgleich beim Süßwarenstand am Bushof, an dem auch Lea Albers aushalf. „Wir sind schon über zehn Jahre in Simmerath dabei und die Geschäfte laufen sehr gut bei dem schönen Wetter“, so Albers. So hatte sich die Anreise aus dem Selfkant in die Nordeifel gelohnt, deshalb wird der Simmerather Markt für Albers auch in Zukunft ein fester Termin im Terminkalender bleiben.

Die Geschäfte beim Simmerather Ordnungsamt liefen recht ruhig. „Wir mussten noch nicht viele Verwarnungen schreiben, aber bei einer solchen Veranstaltung ist es auch für alle besser, wenn die Leute ordnungsgemäß parken“, sagte Ludwig Marx vom Simmerather Ordnungsamt.

Marktmeister Manfred Prinz, der dieses Amt mittlerweile seit 17 Jahren innehat, machte trotz eines leicht veränderten Konzepts einen entspannten Eindruck. Denn der Rathausplatz wird zurzeit saniert und die Baumaßnahme verzögert sich um einige Zeit.

Ursprünglich sollte die Sanierung bis zum Herbstmarkt fertiggestellt sein, doch bislang konnte lediglich der kleine Rathausplatz komplett saniert werden: „Aufgrund der derzeitigen Baumaßnahme am Rathausplatz mussten wir natürlich etwas umstrukturieren und mussten einen neuen Plan erstellen. Am Ende konnten wir aber alle abgeschlossenen Verträge erfüllen und alle Plätze vergeben“, zeigte Prinz sich zufrieden.

Man habe die betroffenen Händler im Vorfeld angeschrieben und ihnen andere Plätze, vornehmlich in der oberen Fuggerstraße und der Robert-Koch-Straße zugeteilt. Dies sei die größte Herausforderung während der Vorbereitungen gewesen, die bereits seit Anfang des Jahres laufe.

Kurz vor dem Markt gab es dann noch eine Restplatzvergabe für den einen oder anderen Händler, denn erfahrungsgemäß fallen kurzfristig immer noch ein paar Händler aufgrund von Krankheit oder anderer Probleme aus.

Beliebtheit immer noch groß

Die Beliebtheit des Marktes in Simmerath wird auch dadurch widergespiegelt, dass insgesamt über 270 Stellplätze vergeben wurden. „Der Andrang bei diesem Wetter ist gut. Am Marktmontag erwarten wir noch einmal viele Besucher, besonders Stammkunden kommen gerne am Montag“, weiß Prinz.

Doch dann muss der Marktmeister auch schon weiter, um zu sehen, ob auf dem Marktgelände, auf dem am Sonntag durchschnittlich bis zu 15 000 Besucher flanierten, alles nach Plan abläuft.

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