Einwohnerzahlen: Roetgen wächst leicht, Simmerath bleibt stabil

Von: P. St.
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Nordeifel. Die Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens ist im ersten Halbjahr 2013 um 0,05 Prozent zurückgegangen. Ende Juni zählte das bevölkerungsreichste Bundesland 17.545.987 Einwohner; das waren 8342 Personen weniger als noch zu Beginn des Jahres.

Wie das statistische Landesamt mitteilt, stammen diese Daten aus der Fortschreibung der Ergebnisse des Zensus 2011. Wie aber sieht nun die Entwicklung im ersten Halbjahr 2013 in der Nordeifel mit Blick auf die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath aus?

Die kürzlich veröffentlichte Fortschreibung der Zahlen lenkt den Blick zunächst einmal auf die Stadt Monschau, wo innerhalb der ersten sechs Monate 2013 die Bevölkerungszahl um markante 101 Einwohner zurückging. Das entspricht ziemlich genau einem Prozent. In die andere Richtung geht hingegen die Entwicklung in der Gemeinde Roetgen (plus 16 Einwohner) und in der Gemeinde Simmerath (plus 6).

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter will einen weiteren Rückgang der Einwohnerzahl nicht ausschließen: Die Zahlen zum Stichtag 30. Juni 2013 mit einem Rückgang von ca. 100 Einwohnern im Stadtgebiet Monschau bestätigen die demografischen Trends der Bertelsmann Stiftung. „Auf den Rückgang der Einwohnerzahlen haben wir uns perspektivisch in der Schulentwicklungsplanung bereits eingestellt. Dies gilt es für alle Bereiche so zu beraten, dass lebenswerte Dörfer erhalten bleiben und öffentliche Infrastruktur trotzdem finanzierbar bleibt.“

Sicherlich seien Planungen wie die Erweiterung des Gewerbegebietes Imgenbroich Nord-West und ein weiteres Neubaugebiet wichtig, um dem sinkenden Trend entgegen zu wirken. Ritter: „Erreicht werden kann aus meiner Wahrnehmung damit eine Stabilisierung auf rund 11000 Einwohner.“ Roetgens Bürgermeister Manfred Eis sieht in den aktuellen Zahlen seine Gemeinde als „beliebten Wohnstandort“ erneut bestätigt.

Weitere Zuzüge seien zu erwarten, da die Baulandpreise in Roetgen sich noch in einem vertretbaren Rahmen gegenüber dem Oberzentrum bewegten. Zudem habe Roetgen gegenüber den Nachbarkommunen Monschau und Simmerath von der Topographie her noch einen Standortvorteil. Wichtig sei auch, dass in Roetgen die Zahl der Geburten pro Jahr die Zahl der Sterbefälle überschreite. Mit der Ausweisung von neuen Baugebieten, aktuell in der Greppstraße, trage man der insgesamt positiven Entwicklung Rechnung.

Im Gegensatz zu Roetgen liegt in Monschau und Simmerath die Geburtenzahl niedriger als die Sterberate – also ist man zur Stabilisierung der Einwohnerzahlen auf Zuzüge angewiesen. Auf eine solche Entwicklung setzt auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Man müsse die Entwicklung der nächsten Jahre abwarten, aber er sei froh, „dass sich die Einwohnerzahl bei knapp über 15000 Einwohnern stabilisiert hat“.

Von allen 396 Städten und Gemeinden des Landes konnten Nieheim (Kreis Höxter) mit +1,4 Prozent und Weilerswist (Kreis Euskirchen) mit +1,1 Prozent die höchsten Anstiege der Bevölkerungszahl von Januar bis Juni 2013 verbuchen. Die stärksten Rückgänge gab es in Weeze (Kreis Kleve) mit −1,9 Prozent und Bestwig (Hochsauerlandkreis) mit −1,7 Prozent.

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