Einstimmiges Votum der SPD für Gregor Mathar

Von: jam
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Gregor Mathar (Mitte) ist der Bürgermeisterkandidat der Monschauer SPD: Unterstützung erhält er unter anderem von der Vorsitzenden des Ortsvereins, Brigitte Olschewski, und dem Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling. Foto: Jürgen Ammann

Nordeifel. Gregor Mathar kandidiert bei der Kommunalwahl am 25. Mai für das Amt des Bürgermeisters in Monschau. Mit 20 Ja-Stimmen wählten die anwesenden 20 stimmberechtigten Mitglieder des SPD-Ortsvereins Monschau Gregor Mathar, ihren Fraktionsvorsitzenden, einstimmig zu ihrem Herausforderer der Amtsinhaberin Margareta Ritter.

Als sehr wichtige Veranstaltung stufte Brigitte Olschewski, Vorsitzende des Ortsvereins, die abendliche Mitgliederversammlung im Konzener Hotel „Jägersruh“ ein, gilt es doch mit der Nominierung des Bürgermeister-Kandidaten politische Weichen für die Zukunft Monschaus zu stellen.

Besonders begrüßte sie den SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling, Stefan Mix, Mitglied des Städteregionstages der Städteregion Aachen und Janine Köster, die Vertreterin des SPD-Ortsvereins Roetgen.

Der Abend gehörte Gregor Mathar. Der Kommunalpolitiker aus Passion, der als einziger Kandidat vorgeschlagen wurde, nutzte seine Vorstellung, um aktuelle politische Themen sowie seine Absichten und Ziele anzusprechen und zu erläutern. „Ich will unseren Bürgerinnen und Bürgern ein sozialgerechter und verlässlicher Partner sein“, so lautet die grundsätzliche Zielsetzung Mathars. „Ich bin 1990 in die SPD eingetreten, weil ich damals gegen die überdurchschnittlich hohen Kanalgebühren vorgehen wollte“, sagte Mathar.

Die gleiche Motivation habe er auch heute, begründete seine Kandidatur. Akuten politischen Handlungsbedarf sieht Mathar auf zahlreichen Themenfeldern. „Beim Thema Finanzen geht es nun vorrangig um Schuldenabbau. Monschau wird seit der Nachkriegszeit von Mehrheiten regiert, die bis heute einen hohen Schuldenberg – ca. 55 Millionen Euro – zu verantworten haben. Aus gutem Grund sind wir dem Stärkungspakt des Landes beigetreten, um bis 2018/2020 keine neuen Schulden anzuhäufen.

Damit sind die 55 Millionen aber noch nicht abgebaut, und das ist eine sehr große Belastung für künftige Generationen“, so die Feststellung des Monschauer Diplom-Ingenieurs. „Wir alle wissen, dass sich eine Stadt über Steuern finanziert, doch ich werde als Bürgermeister dafür eintreten, dass in unserer Stadt die Grundsteuern nicht ins Unermessliche wachsen“, so Mathar kämpferisch.

Die Beschlüsse des Stadtrates anzugehen und umzusetzen war ein weiterer Punkt seiner Agenda. Die Übertragung von Friedhofsland, verträgliche Friedhofsgebühren und neue kostengünstigere Bestattungskulturen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Monschau will Mathar diskutieren.

Eine verträgliche Gewerbesteuer, die Notwendigkeit geeigneter und günstiger Infrastruktur und einer verkehrspolitischen Konzeption haben für Mathar ebenfalls höchste Priorität. „Gute Arbeit, beste Bildung, Schuldenabbau – wichtige Faktoren für unsere Stadt und unsere Region, um die wir uns kümmern werden“ betonte Mathar und ging detailliert auf die Internet-Breitbandversorgung, die Situation der Schulen und Kindergärten, die Bedeutung des Handwerks und die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ein.

„Monschau soll lebens- und liebenswert bleiben – diesen Gedanken müssen wir fördern“ sagte Mathar und wies auf eine besondere Projektidee „Miteinander in Monschau gut leben“ der Monschauer SPD hin. Dabei handelt es sich um einen Tauschring (Tauschbörse bzw. Generationenhilfe), der sowohl internetbasiert wie auch über herkömmliche Kommunikationsmittel zu erreichen ist und Leistungen in Form von Nachbarschaftshilfe, die nicht den ersten Arbeitsmarkt gefährden, im Tausch oder mit Punktsystem anbietet. Jeder kann hierbei mitwirken und seine Ideen einbringen.

„Ich werde als Bürgermeister den Gemeinsinn fördern“, unterstrich Mathar seine Ambitionen, sich für seine Bürger einzusetzen, „denn nur durch eine lebens- und liebenswerte Atmosphäre in Monschau können die optimierungsbedürftigen Defizite der Verkehrsanbindungen, der Internet- (Breitband) Versorgung und der zu befürchteten Immobilien-Leerstände kompensiert werden“, sagte Mathar.

„Wir werden in unserer Stadt und in unseren Orten Werteverluste haben, denen wir entgegen wirken müssen, mit der Thematik zunehmende Umwandlungen von Wohnraum in Ferienwohnungen in Verbindung mit Tourismus/Tagestourismus, müssen wir uns auseinandersetzen“, lautete die Botschaft des Kalterherberger Politikers.

„Innovatives Denken bringt uns nach vorne“ war eine weitere Prämisse, die Mathar mit Blick auf den Sitz der Monschauer Stadtverwaltung ansprach. „Die Stadtverwaltung liegt im Ortskern von Monschau und ist energetisch stark sanierungsbedürftig; dieses kostet Geld in etwa 6 Millionen Euro. Es gibt die Möglichkeit dieses Geld auszugeben oder innovativ zu planen; d. h. hier auch neue Wege ins Kalkül zu ziehen und beispielsweise in ein neues Gebäude zu investieren, beispielsweise auch in Verbindung mit gewerblicher Nutzung dieses Gebäudes“, führte Mathar aus. Der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten- und Gemeinden zukünftig einen höheren und gewichtigeren Stellenwert einzuräumen, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.

Stefan Kämmerling gratulierte Gregor Mathar im Namen des Vorstandes des SPD-Unterbezirks, sagte ihm dessen uneingeschränkte Wahlkampfunterstützung zu, und hob hervor, dass Gregor Mathar mit seinen Kenntnissen in Verwaltungsangelegenheiten und seinen kommunalpolitischen Erfahrungen die wichtigsten Kernforderungen an einen Spitzenkandidaten zu hundert Prozent erfülle.

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