Einstiger Rastplatz zwischen Woffelsbach und Steckenborn verwildert

Von: ale
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Steckenborn. Wenn man von Steckenborn der L 128 in Richtung Woffelsbach folgt, kommt man nach einer scharfen Linkskurve an einem Parkplatz vorbei, der einmal viel bessere Zeiten gesehen hat. Er scheint zu einem Müllabladeplatz geworden zu sein, das Gelände ist verwildert, der Zustand ist für viele Bürger ein Ärgernis. Hier, auf 455 Meter über dem Meeresspiegel, wurde wurde einigen Jahren der Eifelblick „Kierberg“ installiert; tatsächlich lohnt der Blick über den Rursee, hinüber in den Kermeter oder bei klarer Sicht bis zum Siebengebirge.

 Es ist auch sicher besser, sofort in die Ferne zu blicken, denn in der unmittelbaren Umgebung findet man ärgerliche Hinterlassenschaften. Wenn man hier eine Rast machen möchte, vergeht einem bald die Lust.

Die einstmals schmucke Anlage mit aufwendigen Treppen, einem gepflasterten Rundweg und mehreren Sitzgruppen weist zwar nicht zu übersehende, mit Waschbeton ummauerte Müllbehälter auf, doch sie ist auch übersät mit Unrat aller Art. Besonders nach schönen Wochenenden übt der Platz eine besondere Anziehungskraft aus. Montags findet man Tüten, Flaschen, Essensreste, sogar große Müllsäcke werden hier im Gestrüpp deponiert. Gestrüpp gibt es reichlich; die Treppen und der Pfad sind kaum noch zu erkennen, Brombeersträucher, Apfelrosen und Brennnesseln haben sich breitgemacht.

Platz wurde sogar einmal prämiert

Einstmals sorgsam angelegte Sitzgruppen sind teilweise nicht mehr vorhanden oder nicht mehr erreichbar. Dabei wurde dieser Parkplatz einmal sogar preisgekrönt als einer der schönsten in NRW, weiß Bruno Alzer, Betriebsleiter der Straßenmeisterei Simmerath. Er sagt, dass man aus Kostengründen „die Pflege reduziert“ habe, der Parkplatz werde lediglich „verkehrssicher“ gehalten. „Wir fahren den Parkplatz jede Woche ab, das kostet sehr viel Geld. Warum benutzen Menschen ihn als Toilette oder als Müllablageplatz?“, fragt sich Alzer. Nach seiner Erfahrung wird hier einiges mutwillig zerstört und weist darauf hin, dass zu Zeiten, als dieser Parkplatz gebaut wurde, es noch für einige Pkw notwendig war, nach dem Anstieg aus Woffelsbach eine Pause einzulegen und den Motor abkühlen zu lassen. Das sei heute nicht mehr nötig, und die Frage sei, ob man entlang der Eifeler Landstraßen überhaupt noch eine so große Anzahl von Parkplätzen brauche wie derzeit vorhanden. Mit den jetzigen Mitteln sei es dem Landesbetrieb Straßenbau nicht möglich, den Platz wieder herzurichten.

Bruno Wilden vom Ordnungsamt der Gemeinde Simmerath weiß sehr wohl um die Zustände. „Wir halten den Eifelblick frei“, sagt er, „aber es handelt sich um eine Landesstraße, und die Pflege des Platzes ist Sache des Landesbetriebs.“ Dem stimmt der Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, zu: „Es gefällt uns nicht. Aber das sind keine Eigentumsflächen der Gemeinde Simmerath.“

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