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Einsatz für „Interessengemeinschaft Pro Pumpspeicherkraftwerk Rursee“

Von: P. St.
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Das Pumpspeicherkraftwerk Rursee sei eine große Chance für die gesamte Region, findet Ursula Derichs-Lavalle aus Strauch (hier am geplanten Standort für das Oberbecken) und ruft zur Gründung einer IG „Pro Pumpspeicherkraftwerk“ auf. Foto: P. Stollenwerk

Strauch. Die Diskussion um das geplante Pumpspeicherkraftwerk Rursee hat Ursula Derichs-Lavalle bisher interessiert, aber auch aus einer gewissen Distanz heraus verfolgt. Als sie aber dann von den Aktivitäten der Bürgerinitiative „Rettet den Rursee“ und deren Mobilmachung gegen das vom Aachener Stadtwerkeverbund Trianel geplante Energieprojekt las, war es mit der Zurückhaltung der Geschäftsfrau aus Strauch vorbei: „Diese Protestaktion hat mich auf die Palme gebracht“, berichtet sie und beschloss, „diesen Bangemacher-Methoden“ etwas entgegenzusetzen.

Sie ergreift nun ihrerseits die Initiative und ruft zur Gründung einer Interessengemeinschaft „Pro Pumpspeicherkraftwerk Rursee“ auf. Ursula Derichs-Lavalle hat zuvor beim Simmerather Bürgermeister und Investor Trianel Informationen eingeholt. Dadurch und durch die eigene Betrachtungsweise gestärkt, fordert sie nun dazu auf, „die Energiewende zu unterstützen.“

Angst sei „kein seriöser Ratgeber“, hält sie den Gegnern vor, und seriös sei es auch nicht, wenn von „schlammigen Gewässern“ und „Lkw-Schwertransporten, die sich durch die Eifel wälzen“, die Rede sei. Als seinerzeit die Rurtalsperre errichtet und später aufgestockt worden sei, habe es auch Gegner gegeben, doch im Ergebnis habe der Rursee Arbeitsplätze und Erholungswert in die Region gebracht. Diesen nachhaltigen Effekt verspreche sie sich auch vom Pumpspeicherkraftwerk.

Auch als Befürworterin des Projektes sei es für sie eine Selbstverständlichkeit, dass die touristische Attraktivität durch das Kraftwerk keinen Schaden nehmen dürfe. Für Ursula Derichs-Lavalle ist es „unverantwortlich“, dass das Projekt bereits in der Planungsphase gestoppt werden soll. Sie fordert dazu auf, „gemeinsam Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.“ Auch sollte man nicht vergessen, dass ein Pumpspeicherkraftwerk insbesondere während der Bauphase auch wirtschaftlich der Region einen positiven Impuls für viele Branchen verleihen könne. Als „grob fahrlässig“ bezeichnet sie es, „das Projekt bereits im Keim zu ersticken“. Aus ihrer Sicht sei das Wasserkraftwerk „ein Baustein für die Energiewende“. Es diene nicht nur der Energieversorgung, sondern stärke auch die Region.

 

Ursula Derichs-Lavalle: „Es tun sich meiner Meinung nach derzeit noch ungeahnte Möglichkeiten für unsere Region und unsere Zukunft auf.“ Diese Chance nicht zu ergreifen, „darf man der Eifel nicht antun“. Daher hofft sie, bei der Gründung einer Interessengemeinschaft „Pro Pumpspeicherkraftwerk“ möglichst viele Mitstreiter zu finden.

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