Einmalige Atmosphäre beim Tollrock-Festival

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
tollrock_bu
Hoch her ging es wie in jedem Jahr beim Tollrock-Festival. Foto: psm

Schmidt. Das Tollrock-Festival war wieder einmal ein Publikumsmagnet. Weit über tausend Rockfans bevölkerten den Platz auf der Schönen Aussicht und genossen richtig gute Musik. Das fing schon am Freitag an, als auf dem Randaleball Rammstein Tribut gezollt wurde.

„Völkerball” nennt sich die Formation (in Anlehnung an eine DVD ihrer Vorbilder), die unter sommerlichem Himmel diabolischen Sound produzierte und unheimliche Texte dazu sang. Hunderte junger Menschen stimmten in seltsamer Verzückung mit ein: „Die Kreatur muss sterben!” Es ist wohl diese Mischung aus Gruselmärchen, Provokation und makabrem Witz, die die Fans fasziniert. Dazu machte René Schultes tiefe Stimme mit ihrem düsteren und beschwörenden Klang sowie eine perfekte Lightshow und spektakuläre Pyroeffekte den Auftritt für Rammsteinfans zu einem Genuss.

Am Samstag war es anfangs einfach zu heiß. Die erste Band, „Blues Box Unlimited” aus dem Kreis Düren, fand unverdienterweise wenig Publikum vor. Die meisten konnten sich wohl noch nicht vom Schwimmbad oder einem schattigen Plätzchen mit Ventilator trennen. Dabei hätten Hubert Clemens, Peter Rosué, Klaus Oberhauser, Peter W. Schmitz und Charly Hesterberg mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Ihr erdiger Bluesrock, oft angelehnt an ihr Idol John Lee Hooker, und ihre rhythmischen Stücke gingen angenehm ins Ohr.

Während der Umbaupause betrat ein junger Mann mit Gitarre die Bühne, der zunächst nur durch sein gelbes T-Shirt auffiel: David Enns aus Kreuzau. Seine Musik kam dann aber so gut an, dass das Publikum unwillkürlich näher trat. Die Akustikgitarre und seine schöne Stimme sowie ein wenig Percussion erwiesen sich als gute Mischung.

„Zenith” warteten dann mit viel Rhythmus und bekannten Songs auf; die Coverband aus dem benachbarten Belgien spielte Reggae von Bob Marley - da fühlte man sich gleich wie im Süden. Leadsänger Torsten Bormann machte das Publikum munter mit „Twist and Shout” und Kerstin Stickelmann, die „neue Stimme aus Raeren”, begeisterte mit Duffys „Begging you for Mercy”.

Die Fußballfans waren wenig später hin- und hergerissen: Im Zelt wollten sie eigentlich das spannende Geschehen bei der Weltmeisterschaft verfolgen, doch von draußen lockte rockiger Sound. Nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft füllte sich dann der Platz. Schließlich hatten „Vampire”, die als Headliner engagiert worden waren, das Vergnügen, ein ausgelassenes Publikum in restlose Begeisterung zu versetzen. Mit einem Metallica-Song ging„s los, den konnten die Fachleute natürlich mitsingen. Das galt auch für Bon Jovis „It„s my life” und für Julis „Die perfekte Welle”.

Das Wetterleuchten am dunklen Abendhimmel wetteiferte mittlerweile immer mehr mit der Lichtshow auf der Bühne. Zuerst ließ nur die Band es krachen, gegen zwei Uhr gesellte sich dann Petrus dazu, der es ordentlich blitzen, donnern und regnen ließ. So musste das Tollrock-Festival leider etwas früher als geplant beendet werden. Dennoch war es einmal mehr seinem guten Ruf gerecht geworden: Ein tolles Event mit perfekter musikalischer Mischung und einmaliger Atmosphäre.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert