Monschau - Einer der größten Fotopioniere der Welt: Andreas Feininger im KuK

Einer der größten Fotopioniere der Welt: Andreas Feininger im KuK

Von: avl
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Erklärten in einer lockeren Diskussionsrunde den Besuchern die Welt des großen Foto-Pioniers Andreas Feininger: (v. l.) Peter Stollenwerk, Andreas Gabbert, Florian Beckers, Hilaneh von Kories, Marco Rose, Dr. Nina Mika-Helfmeier und Axel Hartmann. Foto: van Londen

Monschau. Vom 6. Juli bis zum 1. September präsentiert das KuK der Städteregion Aachen in Monschau und in Kooperation mit dem Zeppelin Museum Friedrichshafen, rund 200 Arbeiten des renommierten Fotografen Andreas Feininger. Für ihn ist die Fotografie das ideale Mittel der weltweiten Kommunikation, indem sie die Kluft zwischen Sprache und Buchstaben überbrückt.

In einer bewussten Klarheit und Präzision richtete Feininger seinen Blick auf Natur und Architektur. Die Bilder, die er hinterlassen hat, sind Kompositionen aus Perspektive, Licht, Inhalt, der passenden Technik und den richtigen Moment.

Zur gut besuchten Vernissage (am ersten Ausstellungstag besuchten rund 189 Interessierte die Schau) konnte die Kuratorin und Leiterin des Kunst- und Kulturzentrums der Städteregion Aachen in Monschau, Dr. Nina Mika-Helfmeier, Margareta Ritter, Bürgermeisterin von Monschau, Hans-Josef Hilsenbeck, stellvertretender Städteregionsrat und Vorsitzender des Kulturausschusses und Axel Hartmann, allgemeiner Vertreter des Städteregionsrates, willkommen heißen.

Unter der Moderation von Marco Rose vom Zeitungsverlag Aachen, diskutierten mit Hilaneh von Kories, Fotografin und Chefin einer der renommiertesten deutschen Galerien, Peter Stollenwerk und Andreas Gabbert, beide Journalisten und renommierte Fotografen aus der Eifeler Redaktion des Zeitungsverlages Aachen, und Florian Beckers, Künstlerische Fotografie/Fotokunst und multimediale Installationen, aus Düsseldorf, wahre Fotografie-Experten über das geniale Werk des Fotografie-Pionieren Andreas Feininger. Jeder verdeutlichte durch das Erläutern seiner „Lieblingsfotografie“, die auch in der Ausstellung zu sehen sind, Wissenswertes über Feininger und seiner Arbeiten.

Andreas Feininger, am 27. Dezember 1906 in Paris geboren, gehört zu einer Künstlergeneration, die in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg die Fotografie als künstlerisches Medium für sich entdeckte und eine neue fotografische Sichtweise entwickelte. Klarheit, Einfachheit und Organisation sind für den Meisterfotografen die Grundprinzipien seiner Arbeit. Wie kaum ein anderer versteht er es, Bildinhalte mit strengen formalen Kriterien, wie Perspektive und Komposition, zu verknüpfen. „Fotografie, die Sprache des Sehens, ist mein Medium. Indem sie die Kluft zwischen Sprache und Buchstaben überbrückt, wird sie zum idealen Medium der weltweiten Kommunikation“, so Feininger.

Monumentale Mikrokosmen

Andreas Feiningers Werk ist von zwei großen Themenkomplexen bestimmt. Stadtansichten und Naturmotive. Die Architektur und das Leben in seiner Wahlheimat New York haben ihn über die Jahrzehnte hinweg fasziniert. Immer wieder hielt er die Skyline von Manhattan, die Straßenschluchten, die Wolkenkratzer, die Brücken und Hochbahnen in atmosphärisch dichten Bildern fest.

Mit derselben Begeisterung widmete er sich den Naturstudien. Seine minutiösen Detailaufnahmen von Insekten, Blumen, Muscheln, Holz und Steinen verleihen den in der Natur vorgefundenen Formen oft einen skulpturalen Charakter. In seiner strengen Komposition der Bilder entfaltet der Mikrokosmos eine monumentale Wirkung.

„Ich betrachte Objekte in der Natur in erster Linie mit den Augen eines Ingenieurs“, so Feininger, der vom Zusammenspiel von Formen und Funktionen fasziniert ist, „und dann mit dem Auge des Künstlers im Ansehen dessen, was bedingt durch das Fehlen einer genauen Definition gewöhnlich Schönheit genannt wird.“

Anders als die Mehrheit der Fotografen, war der Fotograf Andreas Feininger nicht an Menschen als Individuen interessiert. Er selbst bezeichnete sich stets eher als objektiven Fotografen. Er legte den Fokus auf das Sichtbarmachen des Unsichtbaren. Diesem zentralen Motto hat sich Andreas Feininger in seiner gesamten Arbeit mit allen Mitteln verschrieben: „Ich glaube, dass idealerweise ein Fotograf dem Betrachter mehr zeigen sollte, als er in Wirklichkeit zu sehen vermag.“

Die Ausstellung „That’s Photography“ von Andreas Feininger im KuK Monschau, Austraße 9, ist noch bis Sonntag, 1. September, dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr und am Wochenende von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen unter www.kuk-monschau.de.

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