Einen Moment innehalten aus Respekt vor den Opfern

Von: P. St.
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Auf ihre Weise leisteten die Grundschulkinder einen Beitrag zur Totenehrung am Volkstrauertag in Simmerath. Sie ließen am Ehrenmal bunte Luftballons mit Friedenstauben in den Himmel steigen. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. „Der Volkstrauertag ist ein Tag, der zum Nachdenken aufruft, wie wir heute auf Krieg, Gewalt und Terror reagieren,” sagte der Simmerather Ortsvorsteher Stefan Haas am Sonntagvormittag, als das Ortskartell Simmerath in einer würdevollen Feierstunde der Opfer Krieg und Gewalt am Volkstrauertag gedachte.

Der Gedenktag sei unerlässlich, um aus Respekt vor den Opfern einen Moment lang innezuhalten, mahnte der Ortsvorsteher, „Versöhnungsprozesse voranzutreiben und nicht wegzuschauen.”

Nach einem ökumenischen Gottesdienst hatten sich zahlreiche Bürger und Abordnungen der Ortsvereine am Ehrenmal eingefunden, um der Feier beizuwohnen. Die Feuerwehr hielt mit Pechfackeln Wache an der Gedenkstätte aus Bruchstein, während Ortskartellvorsitzender Erwin Finken an die Zeit vor 65 Jahren erinnerte, „als unsere Eifelregion teilweise dem Erdboden gleich gemacht wurde.” Dem „rassistischen Vernichtungsfeldzug” des zweiten Weltkrieges seien mehr 50 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Auch wenn niemals zuvor in der Geschichte Westeuropa länger von umfassenden Kriegen verschont worden sei, dürften die verhängnisvollen Folgen der NS-Terrorherrschaft niemals in Vergessenheit geraten.

Auch die Grundschulkinder hatten sich auf den Volkstrauertag vorbereitet: Sie ließen bunte Luftballons mit Friedenstauben in den grauen Novemberhimmel steigen, auch wenn die Kronen der Bäume rund um das Ehrenmal die Flugbahn stoppten.

In Vertretung für die Ortsvereine schritten Bernd Stollenwerk und Sofia Hoffmann dann zur Kranzniederlegung, während der Spielmannszug der Feuerwehr das Kameradenlied intonierte. Nach einem kurzen, gemeinsamen Gebet der Pastöre Leo Kerbusch und Volker Böhm stimmte die Hansa-Blasmusik die Nationalhymne an. Zur musikalischen Gestaltung hatte auch der Kirchenchor Simmerath beigetragen, ehe die Teilnehmer der Feierstunde dann zurück zum Kirchplatz zogen.
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