Eine starke Gemeinschaft pilgert zur Gottesmutter

Von: P. St.
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Wieder glücklich in Steckenborn angekommen: Auch die 265. Fuß- und Bußwallfahrt nach Barweiler erfreute sich wieder einer großen Teilnehmerzahl. Vier Tage lang war die Pilgerschar unterwegs. Foto: P. Stollenwerk

Steckenborn. Barweiler im Landkreis Ahrweiler ist seit dem Jahre 1726 ein Marienwallfahrtsort. Beim Schmücken der Muttergottesstatue hatten die Gläubigen der Überlieferung nach der Statue eine blühende Lilie in die Hand gegeben, die mit der Zeit verdorrte.

Mitte September 1726 aber begann sie wieder zu grünen und zu blühen.

Diese wunderbare Begebenheit wiederholte sich im nächsten Jahr um dieselbe Zeit, was eine große Verehrung des Gnadenbildes zur Folge hatte. Barweiler wurde somit schnell ein bekannter Marienwallfahrtsort in der Eifel.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Aus dem näheren und weiteren Umfeld kommen die Menschen teilweise schon seit Jahrhunderten zur Gottesmutter mit der Lilie. Oft gehen die Wallfahrten auf alte Gelöbnisse zurück, um Pest- oder Viehseuchen vom Dorf fernzuhalten.

Ab September bis Mitte Oktober finden sich zahlreiche Prozessionen aus der gesamten Eifel in Barweiler ein. Die Wallfahrtszeit endet am 13. Oktober.

Auch der Nachwuchs fehlt nicht

Seit dem Jahr 1750 pilgern auch die Gläubigen der Pfarre St. Apollonia Steckenborn zum Gnadenbild der Gottesmutter nach Barweiler. Die Wallfahrer aus Steckenborn sind vier Tage unterwegs und bilden seit jeher eine der zahlenmäßig stärksten Prozessionen.

Das war auch bei der 265. Fuß- und Bußwallfahrt zur Pfarrkirche St. Gertrud in Barweiler nicht anders, die am vergangenen Sonntag startete. Am späten Mittwochnachmittag kehrten die Pilger zurück und wurden von Pastor Michael Stoffels an der Barweilerkapelle auf der Held empfangen, die im Jahr 2000 von einer privaten Initiative aus Anlass der 250. Barweiler-Wallfahrt errichtet wurde und ihrer Gestaltung der Pfarrkirche St. Gertrud in Barweiler nachempfunden ist.

107 Pilger machten sich am Sonntagmorgen, ausgestattet mit dem Pilgersegen, auf die viertägige insgesamt knapp 120 Klilometer lange Fußwallfahrt. Am zweiten Tag wurden bei der Ankunft in Bareweiler 125 Teilnehmer gezählt, am dritten Tag waren es 95 und bei der Rückkehr waren es noch 74 Pilger, die bei durchwachsenem Wetter einer Vielzahl von Regenschauern trotzen mussten. Zum Dankgottesdienst in Barweiler stießen auch noch rund 50 Buspilger hinzu, wie überhaupt eine Vielzahl von Pilgern auch aus anderen Dörfern die Steckenborner Wallfahrt traditionell verstärkt. Dass auch über 20 Musiker mit von der Partie waren sorgte dafür, dass die Prozession nicht nur optisch sondern auch akustisch wirksam in Erscheinung trat. Brudermeister und Präfekt Ludwig Poschen freut sich nicht über diese Unterstützung sondern auch darüber, „dass man immer wieder junge Gesichter in der Prozession sieht“.

Die Barweiler-Prozession führt also nicht nur Jung und Alt zusammen, sondern auch jene Steckenborner, die einst aus ihrem Heimatort weggezogen sind und für die der erste Sonntag im Oktober, wenn die Prozession auszieht, Jahr für Jahr ein fester Termin ist. Manche Pilger haben die Wallfahrt schon über 50 Mal zurückgelegt, was unterstreicht, wie sehr die Barweiler-Prozession auch zum Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft beiträgt.

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