Eine schöne Hecke muss nicht uralt sein

Von: Andreas Gabbert
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Eine Heckenschere als Ehrenpre
Eine Heckenschere als Ehrenpreis: Darüber freuen sich Kurt, Hildegard und Rudi Nellessen (vorne von links). Bernd Röhrlich (Gemeinde Simmerath), Udo Thorwesten (Städteregion), Norbert Schmitz (Forstabteilung) und Stefan Pauls (Landschaftsbeirat) überbrachten das Geschenk. Foto: Gabbert

Nordeifel. Dass eine Hecke nicht uralt sein muss, um schön zu sein, ist auch an der Wiesenstraße in Rurberg zu sehen. Die ersten Buchenpflanzen haben Kurt und Hildegard Nellessen erst 1971/72 in den Boden gesteckt.

Rudi Nellessen erwarb 1974/75 das Grundstück neben dem seines Bruders und trug seinen Teil zu der Heckenpflanzung bei. Mittlerweile ist das gute Stück bis zu sechs Meter hoch und überspannt mit ihren Bögen die Einfahrten zu den Grundstücken. Für ihre Doppelhecke wurden die Nellessens jetzt von der Bewertungskommission der Städteregion ausgezeichnet. Jedes Jahr wird ein besonders schönes Exemplar, das die Note eins erhalten hat, stellvertretend mit einem Sonderpreis bedacht. In diesem Jahr hat die Firma Koch aus Oberforstbach eine Heckenschere als Ehrenpreis zur Verfügung gestellt.

„Wir prämieren nicht immer die größte und dickste Hecke, sonst wäre es ja immer die gleiche”, sagt Udo Thorwesten von der Städteregion. In diesem Jahr sollte es eine Hecke aus Rurberg oder Dedenborn sein, und so fiel die Wahl auf das Exemplar der Gebrüder Nellessen.

21 Orte in den Gemeinden Simmerath und Roetgen hat die Kommission in diesem Jahr bereist, um die schönsten Hecken zu prämieren. Dabei haben Udo Thorwesten (Untere Landschaftsbehörde der Städteregion), Stefan Pauls (Landschaftsbeirat), Norbert Schmitz (Forstabteilung der Gemeinde Simmerath) und Bernd Röhrlich (Gemeinde Simmerath) festgestellt, dass viele Hecken immer niedriger werden. Gleichzeitig ist die Zahl der Hecken gestiegen. Das sei vor allem der Verdienst des Heimat- und Eifelvereins Rott, sagt Stefan Pauls. Vor zwei Jahren waren es 541 Hecken die in Simmerath und Roetgen begutachtet wurden. In diesem Jahr zählte die Kommission rund 550. In einigen Ortslagen seien leider aber auch Hecken verschwunden. Thorwesten spricht in diesem Zusammenhang von „Steinmentalität”. Viele würden inzwischen den Aufwand scheuen, den eine große Hecke mit sich bringe, erklärt Thorwesten. Deshalb würden leider einige Besitzer dazu übergehen, die Hecken kurz zu halten oder gleich auf Steinmauern setzen. Im Gegensatz zu Kurt Nellessen. „Wir waren der Meinung, wir wissen, was hier hingehört und haben uns für etwas Eifeltypisches entschieden”, sagt er. Für die Pflege der Hecken gibt es auch eine kleine Anerkennung. Wessen Hecke mit der Note eins ausgezeichnet wird, erhält 28 Euro, für die Note vier gibt es noch 7 Euro.

In Konzen heißt es Buche gegen Thuja

Das Dorf Konzen erhält im Rahmen des Wettbewerbs „Dorf mit Zukunft” einen Sonderpreis für die Aktion „Buche gegen Thuja”, die nun jährlich stattfinden wird.

Wer sich als Haus- oder Grundstücksbesitzer gegen Thuja-Pflanzen oder andere Gehölze und für die heimische Buche entscheidet, der kann bis zum 15. November heimische Pflanzen zum Selbstkostenpreis (80 bis 100 cm) bei Konzens Ortsvorsteher Matthias Steffens, 02472/7809, Ortskartellvorsitzender Peter Jung, 02472/1884, oder Ratsherr Micha Kreitz, 02472/912137, bestellen.

50 Pflanzen erhält jeder kostenlos, der sich dieses Jahr an der Aktion beteiligt.

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