Eine Rettungsübung mit anspruchsvollen Aufgaben

Von: peo
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Personenrettung im Behindertenwohnheim: Zum Teil anspruchsvolle Aufgaben musste die Feuerwehr Simmerath bei ihrer Gemeindeübung lösen. Foto: Peter Offermann

Simmerath. Wer am Freitag durch Simmerath und Kesternich fuhr, konnte sich überzeugen, dass die Gemeinde bestens für den Ernstfall gerüstet ist. Bei der diesjährigen Gemeindeübung der Freiwilligen Feuerwehr (FFW), des Technischen Hilfswerks (THW), des Malteser Hilfsdienstes (MHD) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren wieder über 100 Einsatzkräfte vor Ort.

In realistischen Situationen stellten sie ihr Können unter Beweis – in diesem Jahr an vier verschiedenen Einsatzgebieten. Wichtig ist es hierbei nicht nur die Zusammenarbeit der Kräfte untereinander zu festigen. Die spezielle Ortskunde im Gemeindegebiet wird durch die jedes Jahr an unterschiedlichen Stellen stattfindende Gemeindeübung überdies vertieft.

Bei der Begehung der Einsatzorte standen den Gästen Manfred Prinz vom Ordnungsamt, Seelsorger Franz-Josef Schümmer, Jochen Jansen von der Polizei, Ralph Löhr als Vorsitzender der Feuerwehrkommission, Beigeordneter Roger Nießen als Vertreter der Gemeinde und Kreisbrandmeister Bernd Hollands, Sven Kämmerling als Ortsbeauftragter des THW und Jürgen Förster (stellvertretender Kreisbrandmeister) zur Erläuterung der Übungen und für sämtliche Rückfragen zur Verfügung.

Verschiedene Einsatzorte

Der erste Einsatz führte die Kommission zu einem simulierten Arbeitsunfall, bei dem durch laufende Tiefbauarbeiten ein Trinkwasserrohr und eine Gasleitung beschädigt wurden. In Folge dessen kam es zu einem Erdrutsch, wodurch ein Bauarbeiter verschüttet wurde. Das austretende Wasser drohte soweit anzusteigen, dass Ertrinkungsgefahr für die verschüttete Person besteht. Bei dieser Übung ist es nicht nur wichtig, beruhigend auf den Verschüttenden einzuwirken sondern darauf zu achten, dass die durch Funken entzündete Gasflamme weiterhin kontrolliert abbrennt. „Erlischt die Flamme und das Gas tritt unkontrolliert aus, wird es kritisch“, so Jürgen Förster.

Die zweite Übung fand am Helene-Stollenwerk-Haus statt. Hier wurde die Einzelrettung über den Balkon während eines Gebäudebrandes von zum Teil 24 schwerstbehinderten Menschen simuliert. „Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn es ist hierbei nicht nur wichtig, die Personen schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen sondern gleichzeitig beruhigend auf diese einzuwirken. Dazu gehört auch, wenn möglich, die Atemschutzmaske abzunehmen und Gesicht zu zeigen“, so Kreisbrandmeister Bernd Hollands.

Der dritte Einsatzort führte die Begehungskommission zu einem Kellerbrand in einem Fachmarktzentrum mit starker Rauchentwicklung. Hier wurden noch Personen vermisst, die durch die Rettungskräfte aufgespürt und in Sicherheit gebracht wurden.

Der vierte Einsatz der Gemeindeübung simulierte einen Brand in einem Einfamilienhaus, bei dem sich noch im Haus befindliche Personen gerettet werden mussten.

Abschließend fand man sich dann am Musikpavillon in Simmerath zur kritischen Analyse ein. „Ich bedanke mich ganz herzlich für Eure Teilnahme. Wir haben bewusst vier anspruchsvolle Übungen ausgewählt und ich hoffe, dass jeder von Euch etwas mitnehmen Simmerath konnte. Ganz besonders möchte ich mich aber bei Stefan Lennartz und seinem Team vom DRK bedanken, die jedes Jahr für die Verpflegung nach unserer Gemeindeübung sorgen“, so Christian Förster, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Simmerath.

Abschließend war es Roger Nießen ein besonderes Bedürfnis bei „seiner letzten“ Gemeindeübung ein paar Worte an die Einsatzkräfte zu richten. „Ich werde die Feuerwehr in sehr guter Erinnerung behalten und habe den Gemeindeübungen immer sehr gerne als Vertreter der Gemeinde Simmerath beigewohnt. Ich hatte anfangs ein anderes Bild von der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr. Durch die Teilnahme an diesen jährlich stattfindenden Übungen hat sich meine Wertschätzung für Ihre Leistung vervielfacht. Über die Feuerwehr lasse ich nichts kommen. Ich hoffe, dass sie weiterhin Hand in Hand mit den anderen Rettungsorganen arbeiten und dem Nachwuchs immer zeigen können, wie wichtig ihre Aufgabe ist.“

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