Aachen - Eine kurzweilige Mischung aus Kunst, Kultur und viel Lokalkolorit

Eine kurzweilige Mischung aus Kunst, Kultur und viel Lokalkolorit

Von: Anke Hinrichs
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Beim Talk im Grenzlandtheater fühlte sich der Generalintendant des Theaters, Michael Schmitz-Aufterbeck (Mitte), bei den Moderatoren Uwe Brandt (l.) und Bernd Büttgens sichtlich wohl. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Der Theatertalk im Grenzlandtheater startete am Sonntag in seine zweite Runde. Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt und Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, moderierten als gut aufgelegtes Team die kurzweilige Melange aus Kunst, Kultur und viel Lokalkolorit.

Zu Gast waren „Menschen, mit denen wir schon immer mal sprechen wollten”, schmeichelte Brandt den Geladenen.

Und das waren aus der Kulturszene Michael Schmitz Aufterbeck, Generalintendant des Theaters Aachen und Peter van den Brink, Direktor des Suermondt-Ludwig-Museums mit Thomas Fusenig, dem Kurator der im März beginnenden Ausstellung über den Maler Hans von Aachen. Für den Schwenk ins Lokalpolitische kam Margareta Ritter, die Bürgermeisterin von Monschau.

So hofiert betrat „der Kollege um die Ecke”, Michael Schmitz-Aufterbeck, die Bühne und nahm mitten in der Kulisse des aktuellen Grenzlandstückes „Mein kleiner Horrorladen” Platz. Als erfolgreicher Intendant, der sich über steigende Zuschauerzahlen freuen kann, musste Schmitz-Aufterbeck nun sein Geheimnis preis geben, wie er denn an die Planung eines Spielplans heran gehe, was ja kein einfaches Unterfangen angesichts der zwei Sparten Musik und Schauspiel sei.

„Qualität, Aktualität und eine gute Mischung sind wichtig. Dabei muss Theater auch immer eine Weiterentwicklung zeigen. Das ist im Schauspiel leicht, aber im Musiktheater nicht, da die neue Musik sehr viel schwerer merkbar geworden ist”, fachsimpelte Aufterbeck.

Für die Reihenfolge der Stücke gelte: Ein starker Anfang ist wichtig, danach könne auch ein unbekannteres Stück folgen. An erster Stelle stehe für ihn jedoch mittlerweile der Bildungsauftrag, den ein Theater in der heutigen Zeit erfüllen müsse, „denn ein breites Bildungsbürgertum, das, wie früher, über gute Literaturkenntnisse verfügt, ist heute nicht mehr in dem Maße anzutreffen”, weiß der Intendant.

Das aktuelle Motto der Spielzeit „Krise, welche Krise” treffe nur zum Teil auf das Theater zu, denn seit 2004 seien immerhin 1.4 Millionen Euro eingespart worden, was sich natürlich im Personalabbau, der Reduzierung der Ausstattung und im Gehalt der Schauspieler niederschlage.

Zehn Gehminuten

Der Weg vom Theater zur bildenden Kunst ist in Aachen nicht weit. Zehn Gehminuten vom Großen Haus liegt das Suermondt-Ludwig-Museum in der Wilhelmstraße. „Bei uns findet ab dem 11. März die größte Ausstellung statt, die das Museum je gesehen hat. 750 geladene Gäste werden zur Eröffnung "Hans von Aachen (1552-1615). Hofkünstler in Europa" im Krönungssaal erwartet”, so ein sichtlich begeisterter Peter van den Brink.

Kurator Thomas Fusenig bot als ausgewiesener Kenner der Spätrenaissance eine kleine Einführung in die Bildersprache „von Aachens” und des 16. Jahrhunderts, indem er die Familie Büttgens auf der Bühne mit den Attributen Olivenzweig, Sternenkarte, Schwert und großem Geldbeutel als lebendes Bildnis für politische Weitsicht und Gerechtigkeit aufstellte.

Als einzige Frau und noch dazu erste Bürgermeisterin der Städteregion präsentierte sich Margareta Ritter, die nach eigenem Bekunden nicht in Monschau, sondern in Simmerath zu Hause sei, was aber ihrer Liebe zu der kleinen 13.000-Seelen-Gemeinde keinen Abbruch tue.

„Monschau muss zukunftsfähig werden, das schaffen wir aber nur im Verbund mit den anderen Städten der Region”, und so stimmte die erste Frau des Eifelörtchens ein Loblied auf die Städteregion an,. Zuversichtlich blickt die Bürgermeisterin, die zusätzlich Geschäftsführerin der Monschauer Land Touristik ist, in die Ferne und wagt die Prognose: „Im Zuge des Campusprojekts könnten viele Menschen in Zukunft Monschau und Umgebung als Wohnstandort wählen”.
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