Hürtgenwald-Vossenack - Eine dicke Spende für die Opfer des Erdbebens

Eine dicke Spende für die Opfer des Erdbebens

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
haitispendebu
Imke Häusler von der Kindernothilfe nahm freudig den Scheck der Klasse 5a entgegen. Die Kinder sind mit Recht stolz auf ihre gelungene Sammelaktion. Foto: Anneliese Lauscher

Hürtgenwald-Vossenack. Mit Eifer haben Kinder aus der Klasse 5a des Franziskus-Gymnasiums Spenden gesammelt, und zwar für Kinder in Haiti. Sie bekamen nun Besuch von Imke Häusler, der Bildungsreferentin der Kindernothilfe, die einen dicken Scheck freudestrahlend in Empfang nahm.

Als im Januar nach dem schweren Erdbeben die Bilder aus Haiti im Fernsehen und in den Zeitungen erschienen, waren die Schülerinnen und Schüler sehr betroffen. Ein Junge aus Lammersdorf hatte spontan die Idee, etwas Konkretes für die Kinder in Haiti zu unternehmen. Er wollte mit allen Klassenkameraden Spenden sammeln.

Unterschiedliche Reaktionen

Die Klassenlehrerin, Christiane Schulz, schickte ihn zum Schulleiter, und Pater Peter erklärte sich sofort bereit, dieses Anliegen zu unterstützen. Er stellte den Kindern eine Bestätigung der Schule aus, woraus hervorging, wofür die Kinder sammeln wollten. Dann machten sie sich mit Bescheinigung und Sammelbüchse auf den Weg in ihren Heimatorten in Simmerath, Hürtgenwald und Schmidt.

Sie klingelten an den Türen und versuchten, den teils verwunderten Menschen ihr Anliegen vorzutragen. Lebhaft schildern die Kinder die unterschiedlichsten Reaktionen: „Die meisten Leute haben gesagt, sie finden die Aktion gut. Wir bekamen in unserem Bezirk ziemlich schnell über 100 Euro zusammen.”

Oder: „Wir haben an 50 Häusern geklingelt und hatten nachher nur vier Euro!” Und außerdem: „Wir haben eine Tüte Gummibärchen bekommen! Und ein anderer hat gar nicht aufgemacht, er meinte, wir wollten nur unser Taschengeld aufbessern.” Aber insgesamt sammelten die Mädchen und Jungen 1250 Euro, „richtig viel Geld”, lobte Imke Häusler.

Und sie stellte anschaulich dar, was mit dem Geld gemacht wird: Zunächst wurden im Erdbebengebiet Zelte und Nahrungsmittel verteilt, dann kümmerten sich Ärzteteams um die Verletzungen. Eine Anlaufstelle für Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder durch schlimme Erlebnisse traumatisiert waren, wurde eingerichtet.

Für den Wiederaufbau von Einrichtungen wird viel Geld benötigt, diese sollen erdbebensicher gebaut werden. Außerdem kümmert sich die Kindernothilfe darum, dass Kinder nicht ausgebeutet werden; nicht selten müssen sie in reicheren Familien als Dienstpersonal arbeiten, dann führt die Kindernothilfe Verhandlungen, dass diese Kinder wenigstens die Schule besuchen.

Imke Häusler hatte Fotos mitgebracht, die die Schüler/Innen sehr beeindruckten: Zerquetschte Autos unter Häuserruinen, Kinder mit verbundenen Beinen, Lieferungen von Medikamenten und schließlich Kinder, die wieder lachen können, zeigten der Klasse 5a, dass ihre Spende für Haiti sinnvoll eingesetzt wird. Zum Schluss erhielten sie alle eine Spendenurkunde.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert