Einbrecher „schießt“ mit dem Feuerlöscher

Von: hes
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Vor seiner Schlafzimmertür sah sich Stefan Roder plötzlich dem Einbrecher gegenüber, der den 66-Jährigen sofort mit Löschschaum einnebelte und handlungsunfähig machte. Foto: Heiner Schepp

Mützenich. „Das darf doch nicht wahr sein“, war Stefan Roders erster Gedanke, als er in der Nacht zum Mittwoch gegen halb fünf in der Frühe von verdächtigen Geräuschen geweckt wurde. Mitten in der Nacht hatte jemand an seiner Schlafzimmertür gerüttelt, diese aber wegen einer zusätzlichen Sicherung nicht öffnen können.

Als der 66-Jährige dann selbst noch etwas schläfrig die Tür von innen aufschloss und vorsichtig öffnete, stand er dem Eindringling direkt gegenüber. Erkennen konnte er ihn aber nicht, denn im Bruchteil einer Sekunde sah der Hausbesitzer nur noch weißen Schaum.

Der Einbrecher hatte, wie sich später herausstellte, den Feuerlöscher aus dem in der Garage stehenden Audi von Stefan Roder an sich genommen, um den kräftigen Schaumstrahl im Falle der Begegnung mit den Hausbewohnern als Waffe einzusetzen. Und tatsächlich entkam der Täter, da Stefan Roder und seine Lebensgefährtin ihn aus dem Schlafzimmerfenster bei Flucht über die Straße Schiffenborn nur noch schemenhaft sahen.

Beim Geldabheben gefilmt

Bemerkenswert an diesem Wohnungseinbruch ist aber weniger die Begegnung mit dem Täter, sondern die Tatsache, dass es der dritte Einbruch in Stefan Roders Haus am Schiffenborn 42 in Mützenich innerhalb von sechs Wochen war.

Bereits am 25. November um 3 Uhr nachts und am frühen Morgen des 15. Dezember hatte der Unbekannte die Terrassentür aufgehebelt, alle Wohn- und Arbeitsräume des Rechtsanwalts durchwühlt und Geld, Schmuck und Kreditkarten entwendet. Und am 19. Dezember scheiterte ein weiterer Einbruchsversuch auf dieselbe Art und Weise, als der Hausbesitzer den Täter mit einer Taschenlampe und Geschrei vertreiben konnte.

Der jüngste Einbruch aber hatte eine neue „Qualität“, denn diesmal scheute der Täter nicht die Begegnung mit den Bewohnern und richtete im gesamten Haus und auch im Pkw mit dem Schaumlöscher und Buttersäure zusätzlich erheblichen Sachschaden im fünfstelligen Bereich an.

Obwohl Stefan Roder einen „Anfangsverdacht“ hat, wer hinter den Einbrüchen stecken könnte, und obwohl der Täter gefilmt wurde, als er mit der gestohlenen Karte am Geldautomaten Geld abheben wollte, hat der Geschädigte noch keinerlei Ermittlungsergebnisse von der Polizei erhalten.

Stefan Roder hat auch deshalb eine Belohnung von 2000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.

Wer solche Hinweise geben kann, möge sich an die Polizei oder an an Stefan Roder selbst wenden, dies unter Telefon 02472/7260.

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