Mützenich - Einbrecher klingeln und greifen dann zum Brecheisen

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Einbrecher klingeln und greifen dann zum Brecheisen

Von: P. St.
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Die gut gesicherte Holztür an der Rückseite des Hauses hielt dem Brecheisen stand. Zurück bleiben die Einbruchsspuren. Foto: P. Stollenwerk

Mützenich. Eigentlich hatte sich Christa Sommer aus Mützenich auf einen entspannten Ablauf des Tages eingestellt, nachdem sie morgens einen Termin beim Kieferchirurgen hatte und für den Rest des Tages krankgeschrieben worden war. Doch als sie wieder nach Hause kam, sollte die Aufregung für die 48-Jährige erst richtig beginnen. Zwischen 11 und 12 Uhr, so erzählt sie, „klingelte es Sturm“ an der Haustür.

Da sie sich gerade ein wenig ausruhte, dauerte es länger etwas bis sie ein Fenster im ersten Stock öffnete, um nachzuschauen, wer dann da so heftig Einlass begehrt.

Einer der Täter sagte „Pardon!“

Als niemand mehr vor der Haustür stand, machte sich Christa Sommer zunächst keine weiteren Gedanken, ehe sie dann nur wenige Sekunden später im Haus ein Geräusch vernahm, „das ich nicht zuordnen konnte.“

Schnell lief sie nach unten und quer durchs Wohnzimmer, als die Geräusche eindeutiger wurden. Offenbar machte sich jemand an der Holztür im rückwärtigen Teil des Hauses zu schaffen. Spontan öffnete sie ein Fenster und rief laut „Hallo! Hey!“ Beim Blick aus dem Fenster erkannte sie gerade noch zwei junge Männer mit einem Brecheisen in der Hand.

Einer der beiden sagte noch schnell „Pardon!“, ehe das Duo die Flucht ergriff und sich über die Eupener Straße in Richtung belgische Grenze entfernte, aber keineswegs im Laufschritt, wie Christa Sommer beobachten konnte: „Die gingen allenfalls zügig die Straße hoch.“

Sofort verständigte sie die Polizei, die auch „sehr schnell“ vor Ort gewesen sei. Sie konnte den Beamten zwar eine detaillierte Täterbeschreibung geben (die Männer waren etwa Mitte 20, von gepflegtem äußeren Erscheinungsbild, schlank, 1,75 bis 1,80 Meter groß und eher dem südländischen Typ zuzuordnen) , doch die Nachsuche im Dorf blieb ohne Erfolg.

„Das war schon heftig“, beschreibt Christa Sommer das Erlebnis am helllichten Tag. Sie wundert sich über den dreisten Auftritt der Einbrecher am Vormittag an der nicht gerade dünn besiedelten Eupener Straße.

Nun aber blieb es zum Glück nur beim Sachschaden, was aber für die Geschädigten dennoch viel Ärger und zusätzlichen Aufwand bedeutet.

Bei näherer Betrachtung des Tatortes wurden an vier Stellen von einem Brecheisen verursachte Einbruchsspuren an einem Fenster festgestellt sowie Schäden an der rückwärtigen Tür. Der guten alten Holztür, die außerdem noch mit drei Riegeln von innen gesichert ist, konnten die Täter jedoch nichts anhaben.

Tageseinbrüche häufen sich

Das Vorgehen der Täter verwundert auch die Polizei. Dass Einbrecher an der Haustür klingeln, um sich zu vergewissern, ob jemand im Haus ist, ist nichts Ungewöhnliches, wohl aber die Tatsache, so Polizeisprecher Paul Kemen, „dass sie ohne abzuwarten dann sofort ans Eingemachte wollen.“

Immer häufiger, stellt die Polizei fest, kommt es inzwischen zu so genannten Tageswohnungseinbrüchen. Paul Kemen: „Die Einbrecher warten nicht mehr bis das es dunkel wird, sondern werden immer häufiger aktiv, wenn die Leute zur Arbeit sind.“

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